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macroAuf vielen Objektiven unterschiedlicher Hersteller findet man die Gravur oder Aufschrift „Macro“, obwohl die Objektivbauweise in der Regel nichts mit einem echten Makro-Objektiv zu tun hat. Was sagt diese Aufschrift bzw. Gravur „Macro“ überhaupt aus?

Die Bezeichnung Makro bedeutet grob gesagt, dass man mit einem Objektiv im Nahbereich Fotografieren kann. Spezielle Makroobjektive, die in der Regel als Festbrennweiten ausgelegt sind, ermöglichen so einen Abbildungsmaßstab von 1:1. Jedoch findet sich die Aufschrift “Macro” auch auf vielen Zoom-Objektiven verschiedener Anbieter, warum?

Weil es mit einem solchen Objektiv möglich ist, näher an ein Motiv heran zu gehen, als es vielleicht (das muss aber nicht der Fall sein) mit einem vergleichbaren Objektiv ohne Aufschrift „Macro“ möglich wäre. In der Regel wird ein Objektiv mit welchem man einen Abbildungsmaßstab von etwa 1:4 erzielen kann als makrofähig bezeichnet. Die Hersteller werben natürlich gern mit der “Makrofähigkeit” und suggerieren dem Kunden er habe nicht nur ein Tele-Objektiv erworben, sondern gar eines, welches gleichsam auch ein Makro-Objektiv ist. Andere Hersteller verzichten darauf, obwohl das Objektiv eine identische Leistung aufweist.

Keine Norm, keine Regel

Es gibt keine Norm oder Regeln ab welchem möglichen Abbildungsmaßstab bzw. ab welcher Naheinstellgrenze das „Label“ Macro auf ein Objektiv gedruckt werden darf. Wenn der Hersteller meint man kommt mit dem Objektiv “nah ran”, dann bekommt das Objektiv zusätzlich ein “Macro” tätowiert.

makro_spezial_teil2_2.jpgEs ist nicht Macro drin wos drauf steht!

Grundsätzlich kommen diese „makrofähigen“ Objektive in zweierlei Hinsicht nicht an die Leistung echter Makroobjektive heran. Es ist zwar bspw. möglich die Blüte einer Blume Format füllend abzubilden, doch Details wie bspw. ein Insekt im Zentrum der Blüte, verlangen nach einem höheren Abbildungsmaßstab, den nur echte Makroobjektive anbieten. Darüber hinaus sind derartige Objektive nicht für den Nahbereich optimiert und Abbildungsfehler wie Randunschärfe, Verzeichnung und Bildfeldwölbung treten im Gegensatz zu speziell für den Nahbereich entwickelten Objektiven deutlicher zu Tage. (Abbildung oben aufgenommen mit einem 105mm Sigma Makro-Objektiv/gh)



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