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5050107944_20e5ccfa08_biTwin ist ein „USB-Stick-Zwillingspärchen“, welches es via Plug and Play ermöglichen soll globalen Zugriff von einem Internet-Rechner auf den anderen zu haben.  Einfacher, schneller und sicherer soll es noch nie gewesen sein, in der Ferne Zugriff auf die Daten des Heim- oder Bürorechners zu haben, ohne sie dabei auf einem externen Speichermedium in Kopie mit sich zu tragen, sagt der Anbieter. Wir haben uns iTwin in der Praxis angesehen.

iTwin sieht aus wie zwei gekoppelte USB-Sticks. Die grundlegende Idee ist die, dass mittels iTwin der Zugriff auf ein oder mehrere  freigegebene Verzeichnis bspw. auf dem Heimrechner möglich ist wenn beide Rechner mit dem Internet verbunden sind.

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Dateien und Verzeichnisse die man in den iTwin Ordner legt, sind für den Zugriff frei gegeben. Im Extremfall kann dies auch der gesamte Datenbestand des PCs sein auf den man Zugriff haben möchte.

Legt man in dieses Verzeichnis bspw. sein gesamtes Fotoarchiv welches sich auf dem Heimrechner oder auf einer an den Heimrechner angeschlossenen externen Festplatte befindet, kann man von jedem Internet Rechner auf der Welt, der mit Windows arbeitet und einen USB-Steckplatz zur Verfügung stellt, auf das Fotoarchiv zugreifen, einzelne Fotos ansehen oder auch übertragen.  Limitierend bei der Übertragung ist die Geschwindigkeit der Internetverbindung. Das ist natürlich nichts, was sich nicht auch via Software realisieren ließe aber iTwin ermöglicht diesen Zugriff via Plug and Play und ohne jegliche Netzwerkkenntnisse.

So funktioniert es in der Praxis

Steckt man den zusammengesteckten iTwin in den USB-Port eines Rechners  auf den man später via Internet von einem anderen Rechner aus zugreifen möchte, wird dort ein leerer iTwin Ordner erzeugt. Per drag and drop kann man nun alle Daten bzw. auch Ordner mit Unterordnern in das iTwin Fenster ziehen auf die ein Fernzugriff möglich sein soll, also in unserem Fall bspw. das gesamte Bildarchiv, welches sich auf einer an den Rechner angeschlossenen, externen Festplatte befindet. Zieht man nun die andere Hälfte des Sticks ab und steckt diese in einen mit dem Internet verbundenen Rechner, hat man von diesem aus Zugriff auf die freigegeben Dateien bzw. Ordner.

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Wird iTwin in den USB-Port eingesteckt ist die “Installation” in ein paar Sekunden abgeschlossen. Es wird ein iTwin Order angelegt, in dem Dateien oder Ordner zu Freigabe gezogen werden.  Nun zieht man den “Zwilling” ab und steckt ihn in einen anderen Windows Rechner und hat via Internet in Kürze Zugriff auf die freigegebenen Daten.

Das Herstellen dieser Verbindung funktionierte in der Praxis mit mehreren Rechnerkombinationen absolut einwandfrei. Ob der Desktop PC im Büro auf dem vom Notebook, Netbook und einem anderen Desktop-PC aus zugegriffen wurde oder auf das Notebook, auf das wiederum vom Netbook oder vom Desktop-PC aus zugegriffen wurde, bei allen Kombination funktionierte das Koppeln der Geräte absolut reibungslos und tatsächlich kinderleicht. Übrigens ist es natürlich auch möglich, Daten vom mobilen PC aus auf den Rechner zu hause zu übertragen. Dazu zieht man auch einfach per Drag an Drop die gewünschten Daten in das iTwin Verzeichnis auf dem Rechner.

5049487529_170a47cfed_bSicherheit und Geschwindigkeit

Die Sticks, die  in mattem grün oder anthrazit angeboten werden– verfügen über eine „256-bit AES Hardware Verschlüsselung“, die eine sichere Übermittlung der Daten gewährleisten soll. Sollte eine Hälfte verloren gehen, kann – neben dem einfachen Abziehen der verbleibenden Hälfte – die Verbindung auch über eine Online-Nachricht an iTwin gesperrt werden. Optional kann der Zugriff auf iTwin auch über eine Passwort-Abfrage gesichert werden. Wie iTwin genau funktioniert und weitere Details zur Sicherheit legt der Anbieter nicht offen, ein vorgehen das Sicherheitsspezialisten gerne mit einem argwöhnischen Auge betrachten. Auch was passiert wenn der Anbieter bspw. vom Markt verschwindet bleibt offen, denn hinter iTwin steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Internetservice der die Verbindung der Rechner ermöglicht.

Die Übetragungsgeschwindigkeit von Daten ist abhängig von der Internet Verbindung beider Rechner. Limitierend ist hier der langsamere von beiden. In unserem Praxistest haben wir einmal die Übertragungszeiten einiger Dateien gemessen. Dabei wurde von einem Netbook mit Funkverbindung (3G) auf einen Desktop-PC der via DSL-6000 mit dem Internet verbunden war zugegriffen:

Anzeige bzw. Downlaod eines Fotos mit ca. 5MB:  72 Sekunden

Übertragung einer AVI-Datei (ca. 21 MB): 5,17 Min.

Upload auf den Remote-Rechner, Verzeichnis mit ca. 30MB: 6,40 Min.

(gemessene Zeiten stehen hier als Anhaltspunkt für die Übertragungsgeschwindigkeit bei einer relativ langsamen Internetverbindung (3G-Funknetz), eines der Geräte)

Fazit:

Mittels iTwin ist es in der Tat kinderleicht möglich zwei Rechner via Internet zu verbinden und so bspw. von einem mobilen Rechner aus Zugriff auf sein komplettes Bildarchiv zu haben, welches sich auf dem heimischen Rechner befindet.  Limitierend bei diesem Zugriff, der von einem Windows Rechner mit USB-Port ( iTwin für MAC OSX befindet sich in der Entwicklung), weltweit möglich ist, ist zum einen die Internetgeschwindigkeit der Geräte und zum anderen die Tatsache, dass wohl niemand für einen längeren Zeitraum den Heimrechner dauerhaft in Betrieb lässt. Und selbst wenn man dies täte, gibt es keine Garantie das die Internetverbindung dauerhaft aufrecht erhalten wird und die Möglichkeit den Rechner ferngesteuert wieder ans Netz zu bringen gibt es mittels iTwin nicht.  iTwin stellt eine Möglichkeit dar, ganz einfach via Plug an Play eine Verbindung zweier Windows-Rechner via Internet herzustellen um Zugriff auf ausgewählte Daten oder große Verzeichnisse zu haben und nicht zu  große Datenmengen sinnvoll austauschen zu können.  Der Preis von rund 80,- Euro für iTwin ist nicht gering aber in Anbetracht der Leistung und Ausführung durchaus noch angemessen.

iTwin ist über den Shop auf www.iTwin.de zum Preis von 79,99 Euro zu bestellen und soll auch bald an den bekannten Verkaufsstellen im Elektronikfachhandel zu erwerben sein. Unter dem genannten Link finden sich auch weitere Informationen.

Update: 20.05.2011 Der Preis wurde auf 119,- Euro erhöht. Damit ist das Preis/leistungsverhältnis nicht wirklich angemessen!

Systemvoraussetzungen:

PC: Windows XP, Vista oder Windows 7 (32 oder 64 bit).
Schnelle Internet Verbindung an einem Computer mit USB Anschluss und mindestens 5MB Speicher Kapazität.

Apple: iTwin für MAC OSX befindet sich in der Entwicklung.



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