Ricoh hat heute die neue wasser- und staubdichte Digitalkamera G700 vorgestellt. Sie soll sich zuverlässig unter harten Einsatzbedingungen verwenden lassen. Als Nachfolgemodell der im Mai 2008 eingeführten G600 erreicht die neue G700 eine noch höhere Stoßfestigkeit. Bei Falltests gemäß einer Testprozedur des US-Verteidigungsministeriums überstand die Kamera Stürze aus 2 m Höhe (1,5 m mit angebrachtem Weitwinkelvorsatz) unebschadet.
Unter Wasser soll sie bis zu zwei Stunden in Tiefen bis zu 5 m einsetzbar sein. Zudem ist die G700 unempfindlich gegen die chemischen Stoffe Ethanol und Hypochlorsäure. Die Sicherheitsfunktionen, darunter die Passwort-geschützte Kamerabenutzung, wurden ebenfalls erweitert. Die G700 hat vom Vorgängermodell das 5fache Zoomobjektiv 28-140 mm (Kleinbild-Vergleichsbrennweiten) und die Blitzreichweite 10 m übernommen. Die G700 ist mit einem 1/2,3″ CCD mit insgesamt ca. 12,4 Millionen Pixel ausgestattet und bietet einen LCD-Monitor mit Schirmdiagonale 7,6 cm und 920.000 Leuchtpunkten (VGA). Das Monitorbild soll auch in heller Umgebung gut erkennbar sein und das exakte Fotografieren ermöglichen.
Die G700 ist mit dem SD-WORM-Standard von SanDisk kompatibel (write-once read-many). Weil das Löschen und Verändern der gespeicherten Daten sowie das Formatieren der Speicherkarte nicht möglich ist, sind die SD-WORM-Karten als Ersatz für Filmmaterial geeignet, wenn es um fälschungssichere Beweisfotos zum Beispiel bei der Polizei geht. Die Bedienung der Kamera und das Vornehmen von Einstellungen kann in mehreren Abstufungen eingeschränkt werden. Dazu gehört das komplette Blockieren der Kamera, das Sperren der Wiedergabe aus dem internen Speicher, Beschränkungen nur für die SD-WORM-Karte, Einschränkungen beim Ändern von Kameraeinstellungen etc. Die Sperren lassen sich durch Passwort-Eingabe per Software-Tastatur oder mittels Barcode aufheben. Fotos können mit eingeschalteter Funktion zur Erkennung von bearbeiteten Bilddateien aufgenommen werden. Lädt man diese Bilder auf den Computer, lässt sich mit der beigefügten Software EC1 feststellen, ob eine Aufnahme nachträglich bearbeitet oder manipuliert wurde. Dies soll in hohem Maß die Authentizität von digitalen Fotos sichern, die als Beweismittel dienen sollen.
Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku soll etwa 360 Fotos pro Aufladung (nach CIPA-Prüfstandard) ermöglichen. Sollte er in einem unpassenden Moment leer werden, lässt sich die Kamera stattdessen mit zwei Micro-Batterien Alkali-Mangan betreiben. Mit einem Satz Alkali-Mangan-Batterien sollen etwa 40 Aufnahmen möglich sein (gemäß CIPA-Prüfstandard). Die Kamera mit den Abmessungen 118,8 x 71,0 x 41,0 mm wiegt betriebsbereit 310 g. Einen Preis so wie einen Einführungstermin nennt Ricoh noch nicht.





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