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8Dubrovnik, die Perle des Balkan

Die historische Altstadt von Dubrovnik steht seit 1979 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Autos müssen gegen beachtliche Gebühr vor dem Stadttor geparkt werden. Dubrovnik allein schon ist eine (Foto-)Reise wert, allerdings empfehle ich hierfür den späten Herbst oder das frühe Frühjahr. Im Sommer schieben sich Menschenmassen über den breiten Stradun, die Placa, und die angrenzenden engen steilen Gassen. Viele wundervolle Architekturdetails gehen im Tourismustrubel unter. Empfehlenswert ist ein (kostenpflichtiger) Rundgang über die Stadtmauer, der weitere unzählige interessante Perspektiven bietet. Foto oben: Stradum Dubrovnik mit Uhrturm im Hintergrund

9 Foto: Enge Gasse in Dubrovnik.

Die neue weiße Olympus E-P1 in ihrem anmutigen Metallgehäuse fiel im angesagten Dubrovnik auf, für den einen oder die andere vielleicht nicht uninteressant, mich interessierte jedoch mehr das fotografische Vermögen. Das Standardzoom lässt sich beim Transport mit einem Dreh auf die halbe Länge reduzieren. Einerseits praktisch platzsparend, andererseits muss man es immer wieder tun, ein zusätzlicher Handgriff, der beim Fotografieren in der Stadt mit der Zeit doch lästig wird. Der abgedeckte Brennweitenbereich von kleinbildäquivalenten 28-84mm ist für die meisten Situationen ausreichend. Für schnelle Schnappschüsse jedoch ist der Autofokus der Olympus viel zu langsam. Die Rettung in der Not: Autofokus abschalten, eine kleine Blendenöffnung einstellen und manuell auf die hyperfokale Distanz scharf stellen. In den meisten Fällen kommt man so zu einem brauchbaren Ergebnis.

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Foto: Dächer von Dubrovnik.

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Foto: Sonnenuntergang am Shkoder See

Südländischer Fjord

Auf dem weiteren Weg nach Süden erreicht man auf der Küstenstraße, gleich nach dem Passieren der montenegrinischen Grenze, die Bucht von Kotor. Die 330m breite Meerenge lässt sich mit einer Fähre in wenigen Minuten und für kleines Geld überwinden. Wer dies tut, hat jedoch ein Highlight des Balkan verpasst. Fast 30 km erstreckt sich die fjordartige Bucht ins Landesinnere. Die Straßen sind eng und kurvenreich. Das langsame Vorankommen wird durch den Anblick malerischer Fischerdörfer und wundervoller Naturpanoramen mehr als entschädigt. Wir nahmen uns drei Tage Zeit zum Baden und für die genauere Erkundung. Schon der Blick vom Balkon unseres Appartements, etwas außerhalb der Stadt Kotor, war beeindruckend.

14 Foto: Fähre auf dem Koman-Stausee.

Zur Rechten schauten wir auf den Eingang zur inneren Bucht, wo reger Schiffsverkehr immer Abwechslung bot. Geradeaus schweifte der Blick über das Wasser in das Bergmassiv und links fiel das Auge auf die fast 2.000 Jahre alte mediterrane Handels- und Hafenmetropole mit der markanten Stadtmauer, die sich weit hinauf in das Gebirge erstreckt, und auf den ihr vorgelagerten Hafen; in Rufweite vor uns der Badestrand der Stadt und hinter dem Haus das sich fast 2.000 m hoch auftürmende Karstgebirge. Auch Kotors Altstadt ist autofrei. Der glatte Bodenbelag, die im venezianischen Stil erbauten Stadthäuser und Paläste und der im Renaissance-Stil errichtete Uhrturm erinnern stark an Dubrovnik. Die Kirchen in Kotor haben jedoch, im Gegensatz zum katholischen Kroatien, einen orthodoxen Herrn. Kotor zieht den Geldadel an. Dies war unschwer an den im Hafen dümpelnden Privatjachten, von denen Einige die Abmessung mittelgroßer Kreuzfahrschiffe hatten, zu erkennen. Kotor-Stadt bot attraktive Motive für Nachtaufnahmen.

15 Foto: Alpine Hochgebirgslandschaft am Koman-See.

Nun sollte das flexible Jobo Gorillapod zum Einsatz kommen. Selbst auf unebenem Grund aufgestellt und natürlich, wie vom Namen abzuleiten, um einen Baum oder ein Straßenschild geflochten bietet das Gorillapod der Kamera einen sicheren Halt. Hört sich prima an, funktioniert im allgemeinen auch. Die Tücken liegen im Detail. Unbedingt darauf zu achten ist, dass sich auch der Gegenstand, an dem man das trickige Ministativ befestigt, nicht bewegt.. Leichte Erschütterungen an einem Brückengeländer, verursacht durch vorüberfahrende Autos oder angelehnte Passanten, auch leichter Abendwind, der den Baum bewegt, reichen aus, um ein Foto zu verwackeln.

Ein anderer, weniger offensichtlicher Haken: Stativ samt Kamera zu befestigen gelingt meist mühelos, jedoch die Kamera dann auf den gewünschten Bildausschnitt auszurichten, ist eine Geduldsprobe, die meist damit endet, dass sich die kunstvolle Befestigung der drei biegsamen, gummierten Krakenarme wieder löst, bevor die Kamera richtig ausgerichtet ist. Das Gorillapod konnte letztendlich nicht überzeugen, auch wenn es besser ist als auf Reisen ganz auf ein Stativ zu verzichten. (Text und Fotos Matthias Krüttgen)

Der zweite Teil “Mit dem Taxi nach Tirana - Unterwegs mit der Olympus E-P1 auf dem Balkan” erscheint in Kürze hier bei Digiklix.


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