HDR-Bilder (High Dynamik Range) überwinden quasi ein Manko der Fotografie - der größtmögliche Dynamikbereich (Verhältnis zwischen den dunkelsten und den hellsten Stellen eines Motivs), den eine Kamera erfassen kann, liegt häufig unter den Helligkeitsunterschieden, wie sie im Motiv vorkommen. Mittels “HDR” lässt sich das Motiv im Idealfall mit all seinen Helligkeitsunterschieden erfassen und helle so wie dunkle Bildbereiche werden detailliert sichtbar. In unserem Crashkurs zeigen wir Ihnen, wie sie schnell erstes Bildmaterial aufnehmen und mittels Software ein HDR-Bild daraus erstellen.
Im Rahmen unseres aktuellen HDR-Fotowettbewerbs erreichten uns bislang zahlreiche Anfragen, was HDR-Fotos überhaupt sind und wie man sie denn aufnimmt. Im folgenden wollen wir Ihnen zeigen wie Sie schnell zu ersten HDR-Fotos gelangen und in dieses Interessante Teilgebiet der Fotografie den Einstieg finden.
Dieser “Crashkurs” soll den möglichst schnellen und unkomplizierten Weg zu ersten HDR-Bildern ebnen. Wer tiefer in diese interessante Fototechnik einsteigen möchte findet viele weitere und sicher auch weiterführende Informationen im Internet oder schaut sich nach Literatur zum Thema um.
Ein High Dynamic Range Bild oder auch High Dynamic Range Image (HDRI) ist ein Bild, in dem im Idealfall die gesamten Helligkeitsunterschiede eines Motivs gespeichert werden. Kameras, egal ob digital oder analog, stoßen beim sogenannten Dynamikumfang an ihre physikalischen Grenzen und können nur einen Teil der Helligkeitsunterschiede einfangen, wie sie in der Natur häufig vorkommen. Beispiel: Das Hauptmotiv ist optimal belichtet aber dunkle Bildbereiche werden unterbelichtet, saufen ab (sind einfach schwarz ohne Details) und helle Bildbereiche, häufig der Himmel, werden überbelichtet, reißen aus (sind einfach weiß ohne Details). Mittels der HDR-Technik versucht man nun durch das verschmelzen mehrerer Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen, den gesamten Dynamikumfang eines Motivs einzufangen, die Bilder mittels Software zu einem optimal belichteten Bild zu verschmelzen und für die Darstellung am Computermonitor aufzubereiten. Häufig reichen bereits drei Aufnahmen aus, um den gesamten Dynamikumfang eines Motivs einfangen zu können, es gibt aber durchaus auch Motive bei denen mehr Fotos mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen benötigt werden.
Was benötigen Sie für HDR-Bilder?
1. Eine Kamera die eine automatische Belichtungsreihe (AEB-Auto Bracketing) aufnehmen kann oder die manuelle Belichtungseinstellungen ermöglicht.
2. Ein Stativ (je nach Kamera und vorhandenem Licht nicht zwingend erforderlich aber sehr empfehlenswert)
3. Eine Software zum Erstellen von HDR-Bildern.
Die Aufnahme/n und die Einschränkungen
Im folgenden wollen wir drei Aufnahmen als Ausgangsmaterial für ein HDR-Foto aufnehmen. Eine der Aufnahmen sollte im Rahmen der Möglichkeiten der Kamera optimal belichtet sein, eine weitere Aufnahme ist über- und eine unterbelichtet. Hier muss man sich auch gleich der Einschränkung bewusst werden, die daraus resultiert, dass man drei oder mehr Aufnahmen eines Motivs benötigt: sich bewegende Objekte sind als Motiv ungeeignet. Wenn es windig ist, reicht schon die Bewegung von Gräsern oder Ästen aus, um die Bildwirkung zu zerstören. Diverses Programme sind zwar in der Lage dazu Bewegungen aus dem Ausgangsmaterial “herauszurechnen”, dies hält sich allerdings in engen Grenzen.







März 27th, 2010 at 10:31 pm
Hallo,
bisher gehörte ich zu den Leuten, die HDR-Fotos zwar schon gesehen und bewundert haben, selber habe ich mich aber nie überwinden können welche zu machen. Nachdem ich gestern Abend ihren Chrashkurs gelesen habe bin ich heute los gezogen mit einem Zettel für die Einstellungen in der Tasche und mit Stativ und habe Aufnahmen gemacht. Dann zu hause das Programm mit dem komischen Namen heruntergeladen, Bilder ins Programm geladen und nicht schlecht gestaunt was dabei herauskam, ich bin wirklich begeistert!
Viele Grüße aus Dormagen
März 30th, 2010 at 11:29 pm
Gelungener Beitrag mit schönen Beispielbildern!
Ich kannte Qtpfsgui nicht, habs ausprobiert und muss sagen, nicht schlecht für eine kostenlose Software. Man muss experimentieren und bei mir ist es auch gelegentlich abgestürzt aber die Ergebnisse sind wirklich gut.
Dirk