Gehe zu: Suche, Navigation oder Hauptinhalt.

leica-m9-steel-greyMit der Leica M9 stellt die Leica Camera AG, Solms, die erste Messsucherkamera mit einem Sensor im 24 x 36 mm Format vor. Als kleinste Vollformat-Systemkamera der Welt will die M9 den Mythos des Leica Messsuchersystems fortsetzen und die in mehr als fünf Jahrzehnten kontinuierlich verbesserte Technik des M-Systems mit modernster Digitaltechnologie fortsetzen.

Der eigens für die Leica M9 entwickelte CCD-Bildsensor mit 18 Millionen Pixel (von Kodak) ermöglicht die Abbildung des vollen Kleinbildfilm-Formats. So bieten alle Leica M-Objektive an der digitalen M9 den gleichen Bildwinkel wie bei einer Anwendung mit analogen Kameramodellen. Damit bleibt das große Leistungspotential des aktuellen Leica M-Objektivprogramms mit Brennweiten von 16 bis 135 Millimetern erstmals auch im digitalen Einsatz voll erhalten bleiben. Darüber hinaus können nahezu alle Objektive aus dem Leica M-Programm seit 1954 an der M9 verwendet werden.

m9-steel-grey_frontDer Sensor der M9 verfügt über ein neu entwickeltes Sensor-Deckglas, dessen sorgfältige Abstimmung die Unterdrückung von infrarotem Licht in der fotografischen Praxis gewährleistet. Die Verwendung zusätzlicher UV/IR Filter wird damit überflüssig. Die einfache Handhabung soll wesentliches Merkmal des Leica M-Systems sein. Bei der M9 will Leica die Bedienung durch eine vereinfachte Menüführung nochmals verbessert haben: Für die Einstellung der Empfindlichkeit muss bspw. lediglich die ISO-Taste gedrückt gehalten und gleichzeitig am Drehrad die passende Einstellung gewählt werden. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 80 (PULL 80) für weit geöffnete Blenden an hellen Tagen bis ISO 2500. Dabei sollen selbst in den höheren Einstellungen sehr rauscharme und fein durchgezeichnete Bildergebnisse erzielt werden.

m9-black_backAlle weiteren, im Alltagsgebrauch wichtigen Funktionen sind über die Set-Taste schnell erreichbar. Zudem kann ein Schnappschussprofil über das Menü ausgewählt werden. Dabei nimmt die M9 so viele Einstellungen wie möglich automatisch vor und unterstützt so die spontane und diskrete Fotografie. Herzstück der Bedienung ist die Kreuztasten-Drehrad Kombination, mit dem sich die Navigation schnell durchführen lässt. Durch Drücken der Set Taste wird das Aufnahmeparameter-Menü auf dem 2,5“ großen Monitor aufgerufen. Hier lassen sich die für die Aufnahme wichtigsten Einstellungen schnell steuern.

m9-black_rightWeiterhin verfügt die Kamera über eine automatische Objektiverkennung per 6 Bit-Codierung. Auf Wunsch kann die M9 anhand dieser Informationen die systembedingte Vignettierung (Lichtabfall zum Bildrand) der Objektive kompensieren. Trotz des deutlich größeren Sensors konnte die für das M-System typische, kompakte Bauweise bei der Leica M9 beibehalten werden. Mit den kompakten Abmessungen von 139 x 37 x 80 mm übernimmt die M9 die Idealmaße der M-Reihe und ist damit die kleinste Vollformat-Systemkamera der Welt. Als Arbeitsgerät für Profis und ambitionierte Fotografen sollen alle Funktionen der M9 auf absolute Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet sein. Das geschlossene Ganzmetallgehäuse aus einer hochfesten Magnesium-Legierung sowie Deckkappe und Bodendeckel, die aus massiven Messingblöcken gefräst werden, schützen das Innenleben. Auch die digitalen Komponenten und der Verschluss der M9 sind auf extreme Langlebigkeit ausgelegt.

m9-black_topMesssuchersystem

Das Leica Messsuchersystem unterscheidet die Leica M9 von den Markt bestimmenden Spiegelreflex- und Kompaktkameras und spezialisiert sie vor allem für Reportage und Available-Light-Aufnahmen sowie diskrete Portraits. Auch während der Belichtung sieht der Fotograf sein Motiv und selbst in schwierigen Available-Light Situationen soll der helle und kontrastreiche Sucher eine schnelle und exakte Fokussierung ermöglichen. Zusammen mit der extrem kurzen Auslöseverzögerung – auch in der digitalen Fotografie – soll die Messsuchertechnologie die Leica M-Kameras zu den Schnellsten der Welt machen. Anders als beim Spiegelreflexsystem, bei dem durch das Objektiv fokussiert wird und damit Brennweite und Lichtstärke die Genauigkeit der Messung bestimmen, bleibt die Messbasis im Entfernungsmesser der Leica M unabhängig vom Objektiv immer gleich groß. Deshalb soll ihre Genauigkeit bei kurzen Brennweiten um ein Vielfaches höher sein. Das kontrastreiche Messfeld in der Bildmitte soll schnelles, präzises und punktgenaues Fokussieren auch bei extrem schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen.

m9-shutterMit dem Bildfeldwähler kann der Fotograf die Bildwirkung einer anderen Brennweite simulieren und die richtige Brennweite vorab bestimmen, ohne das Objektiv zu wechseln. Die sechs verschiedenen Leuchtrahmen zeigen immer den exakten Bildausschnitt, da ihre Position abhängig von der Entfernungseinstellung durch den automatischen Parallaxenausgleich angepasst wird. Alle relevanten Informationen, und die Umgebung des Motivs sind im Leuchtrahmensucher zu sehen. Die M9 verfügt über einen neuen, Mikroprozessor gesteuerten, besonders leisen Metall-Lamellen-Schlitzverschluss, der Belichtungszeiten bis zu 1/4000 Sekunde ermöglicht. Durch die kurze Blitz-Synchron-Zeit von 1/180 Sekunde sind auch Tageslicht-Blitzaufnahmen mit selektiver Schärfe möglich.

Mit Adobe Photoshop Lightroom gehört eine professionelle, digitale Workflow-Lösung für Apple Mac OS X und Microsoft Windows zum Lieferumfang der M9. Die Software steht für Leica M9 Kunden zum Online-Download bereit. Werden die Bilder in der M9 als Rohdaten im Adobe Digital Negative-Format (DNG) gesichert, soll Adobe Photoshop Lightroom mit seinen feinen Steuerungsmöglichkeiten eine gezielte und extrem hochwertige Aufbereitung der Bilddaten mit maximaler Bildqualität garantieren.

Die Leica M9 ist ab sofort in zwei Ausführungen erhältlich: Einer schwarz lackierten Standard Ausführung und erstmals einer stahlgrau lackierten Version. Die Modelle sind mit unterschiedlicher Belederung versehen. Für die stahlgraue Variante wurde eine sehr feine Lederstruktur gewählt. Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt für beide Modelle jeweils 5495 Euro.


Ihren XING-Kontakten zeigen

2 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. bergehr:

    Hehe :D

    Was ist ein “Messsucher der Welt” ;)

  2. Redaktion Digiklix.de:

    gute Frage ;-)

Beitrag kommentieren