Canon Inc., Japan, stellt eine Weltneuheit für den Einsatz in Wechselobjektiven für Spiegelreflexkameras vor: den Hybrid-Bildstabilisator (Hybrid-IS), der Verwacklungsunschärfen bei Schwenkbewegungen und auch Verschiebungen der Kamera kompensieren soll. Die Markteinführung eines ersten Objektivs mit der neuen Hybrid-Technologie ist noch in diesem Jahr geplant.
Die neue Canon Hybrid-IS-Technologie soll effizient Unschärfen, die durch unbeabsichtigte Schwenkbewegungen (drehend) und Verschiebungen (linear) der Kamera entstehen können kompensieren. Durch Kameraverschiebung (parallele Bewegung zum Hauptmotiv) bedingte Verwacklungsunschärfen entstehen vor allem in der Makrofotografie und bei Nahaufnahmen wie beispielsweise eng aufgefasste Portraits. Auch in Standardsituationen verursachen plötzliche Änderungen des Aufnahmewinkels häufig Unschärfen.
Zwei Sensoren kommen bei der neuen Technologie zum Einsatz: ein Winkel-Geschwindigkeits- und ein Beschleunigungssensor. Der Winkel-Geschwindigkeitssensor erfasst Schwenk- und erkennt Mitziehbewegungen. Er war bereits Bestandteil aller bisherigen Verfahren zur optischen Bildstabilisierung. Der Beschleunigungssensor ermöglicht die Erkennung von Kameraverwacklungen, die durch Verschieben der Kamera hervorgerufen werden.
Darüber hinaus nutzt der Hybrid-Bildstabilisator einen neuen Algorithmus, der die Messwerte beider Sensoren berücksichtigt und die Linsen im Objektiv so verschiebt, dass beide Arten von Verwacklungsunschärfe deutlich minimiert werden sollen. Dies soll die bisherige Bildstabilisierung optimieren und vor allem in der Makrofotografie ideal sein, in der sich herkömmliche Bildstabilisierungsverfahren als besonders schwierig erwiesen haben.
EF-Objektive mit IS-Technologie und zukünftig mit Hybrid-IS-Technologie sollen präzise, brillante Bilder mit einer um bis zu vier Stufen längeren Belichtungszeit als bei herkömmlichen Objektiven ermöglichen. Die Einführung eines Objektivs mit der neuen Hybrid-Technologie plant Canon noch in diesem Jahr. Es wäre nicht verwunderlich, wenn es sich dabei um ein neues Makroobjektiv handelt.




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