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olympus_gazetteOlympus wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Für das Unternehmen nicht nur Grund zum Feiern, sondern auch Anlass für einen kurzen Rückblick in Form einer “Olympus Gazette”. In insgesamt 6 Ausgaben will Olympus in den nächsten Wochen über bedeutende Entwicklungen und Meilensteine in der Geschichte von Olympus berichten. Die Ausgabe 2 der “Olympus Gazette”, die wir bei Digiklix.de unverändert veröffentlichen, trägt den Titel “Olympus und die Fotografie”.

Olympus Gazette Ausgabe 2

oly_1_35-iDie Geschichte der Olympus Fotografie beginnt mit der Entwicklung von Kameraobjektiven. 1936, im Geburtsjahr der ersten Zuiko Objektive, stellte das Unternehmen auch seine erste Kamera vor, die Semi-Olympus I. Mit den darauf folgenden Mittelformatkameras begann Olympus sich als populärer Kamerahersteller zu etablieren. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Kameraentwicklung und -produktion ab 1940 für einige Jahre eingestellt. Die erste 35-mm-Kamera kam daher erst 1948 auf den Markt.

oly_2_35-i-developmentUnglaublich schnell

Weil die Olympus 35 I blitzschnell Aufnahmen machen konnte, wurde die erste auf dem japanischen Markt eingeführte 35-mm-Kamera auch als „Ickpocket“ bezeichnet – in Anlehnung an „Pickpocket“ (deutsch: Taschendieb). Zu dieser Zeit begann sich das 35-mm-Segment gerade erst zu entwickeln. Olympus verkaufte und produzierte daher weiterhin ein- und zweiäugige Mittelformatkameras. 35 mm sollten jedoch bald den Markt dominieren.

Die Evolution geht weiter

Nachdem sich das Format – amerikanischen Anforderungen entsprechend – vom ursprünglichen 24×32 mm zum gegenwärtigen 24×36 mm geändert hatte, schritt die Entwicklung der 35-mm- Modelle weiter voran. Mit der 1955 eingeführten Olympus 35 S-3.5 wurde ein
neuer Meilenstein gesetzt: Sie verfügte als erste japanische Kamera mit Zentralverschluss über einen Hebel für den Filmtransport. Der Höhepunkt dieser wegweisenden Reihe war die Olympus 35V.

oly_4_wide-adWeitwinkel kam auf

Olympus stellte 1955 noch eine andere Kamera vor: die Olympus Wide. Speziell für die Weitwinkel-Fotografie konzipiert, handelte es sich dabei um die mit einem 35-mm-Weitwinkel-Objektiv (F3.5) ausgestattete Olympus 35V. Sie erfreute sich schnell großer Beliebtheit, da sie erschwinglich war und überragende Weitwinkel-Aufnahmen ermöglichte, ohne dass das Objektiv ausgetauscht werden musste. Die Olympus Wide war Vorreiter des darauffolgenden Weitwinkel-Booms. 1957 folgten die Olympus Wide E und die Olympus Wide Super. Erstere verfügte – neben vielen anderen Funktionen – als erste japanische Kamera über einen entkoppelten Belichtungsmesser und einen hebelgesteuerten Filmtransportmechanismus.

oly_3_aceLetztere, ein High-end-Weitwinkel-Modell, war die erste Kamera mit dem „Free Light Value System“. Es erlaubte dem Fotografen, Verschlusszeit und Blende einzustellen, indem er einfach den Lichtwert in einem kleinen Fenster zwischen Verschluss- und Blendenringen ablas. Das letzte revolutionäre 35-mm-Modell in den 50er Jahren war die 1958 eingeführte Olympus Ace. Diese war Japans erste 35-mm-Kamera mit Zentralverschluss und Wechselobjektiven.

(Text und Fotos: Olympus)



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