Dank lichtstarkem Objektiv und der optischen Bildstabilisierung gelingt es mit der LX3 in vielen Situationen auf eine Erhöhung der ISO-Einstellungen zu verzichten. Neben der Möglichkeit die Kamera voll manuell zu steuern oder, Zeit- bzw. Blendenautomatik zu verwenden, wie man es sonst in der Regel nur von DSLR-Kameras kennt, bietet die LX3 auch zahlreiche Automatikmodi für verschiedene Aufnahmesituationen an. Während man bei vielen Kompaktkameras dazu neigt auf diese Modi zu verzichten weil bspw. im Sportmodus, wo es auf kurze Verschlusszeiten ankommt, die Kamera in der Regel die ISO-Einstellungen auf einen zu hohen Wert schraubt und das Rauschen unschön auffällt, führen die Automatiken bei der LX3 zu respektablen Ergebnissen.
Der Sportmodus bspw. ist gut dazu geeignet spielende Kinder zu Fotografieren -und das in guter Qualität-, eine Domäne bei der die meisten Kompaktkameras versagen. Ebenso sind andere Automatikmodi wie bspw. – Aufnahme bei Kerzenlicht”, Portrait, Schnee oder Landschaft- in der Praxis gut nutzbar. Sehr interessant ist auch der “Intelligent Auto-Modus (iA)”, der direkt mittels Auswahlrad an der Kamera aktiviert werden kann. Dabei werden zahlreiche Einzelfunktionen je nach Aufnahmebedingungen automatisch motivgerecht kombiniert. Das funktioniert in der Praxis ebenfalls erfreulich gut und kann als Option gewählt werden, wenn es sehr schnell gehen muss und man nicht die Zeit findet, die optimalen Einstellungen oder das entsprechende Motivprogramm selber auszuwählen.
Erweiterte Möglichkeiten
Neben dem oben schon angesprochenen optischen Aufstecksucher kann mittels Adapter ein optionaler Weitwinkelkonverter an die LX3 adaptiert werden, der die Brennweite auf eindrucksvolle 18mm verkürzt (auch dieser Konverter stand uns zum Testzeitpunkt leider noch nicht zur Verfügung). Über den Adapter können auch diverse Filter verwendet werden, die Panasonic als Zubehör anbietet. Natürlich können auch passende Filter von Drittanbietern verwendet werden. Die LX3 ist zudem mit einem Blitzschuh für aufsteckbare Blitzgeräte ausgerüstet. Für die weitgehend baugleiche Leica D-LUX 4 wird auch ein Handgriff erhältlich sein, der die Haptik der Kamera verbessern soll. Ob dieser Griff auch für die LX3 erhältlich sein wird und ob dieser Griff den Leica anbietet auch an die LX3 passt, konnten nicht in Erfahrung bringen. Vermutlich wird dieser Griff bei Bedaf aber auch an der LX3 verwendbar sein. Mit einem volgeladenen Akku konnten wir übrigens, ja nach Nutzung des Monitors zur Sichtung der Bilder und Einsatz des Blitzes, im Schnitt rund 300 Fotos schießen.
Fazit
Panasonic hat mit der LX3 eine sehr interessante Kamera für ambitionierte Fotografen auf den Markt gebracht. Kann man mit dem gebotenen Brennweitenbereich leben, der durchaus etwas höher in Richtung Tele hätte ausfallen können, erwartet zudem eine gute Bildqualität und möchte die Kamera bei Bedarf auch voll manuell bedienen, dann ist die LX3 eine sehr empfehlenswerte und dabei recht kompakte Kamera. Ergänzt wird das gute Gesamtbild durch zusätzliche Optionen und Funktionen wie bspw. den Möglichkeiten mittels Schalter am Objektiv zwischen drei Bildformaten (4:3/3:2/16:9) wechseln zu können, so wie vielen Kreativeinstellungen im Menü und gut funktionierenden Automatiken. Mit einem derzeitigen Straßenpreis von um die 440,- Euro ist die LX3 zwar nicht gerade günstig, bietet jedoch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. (Produktfotos: Panasonic/Digiklix.de).
Praxis-Testfotos die wir in höchster Auflösung zum Download anbieten, finden Sie bei Digiklix.de HIER.
| Technische Daten: Panasonic Lumix LX3 | |
|---|---|
| Effektive Auflösung (Megapixel) | 10,1 |
| Sensor (Typ/Größe) | 1:1,63″-CCD-Sensor mit 11,3 Millionen Gesamtpixeln |
| Objektiv | 2,5x-Zoom LEICA DC VARIO-SUMMICRON F2,0-2,8/5,1-12,8mm (= 24-60mm KB), 8 Linsen in 6 Gruppen inkl. 4 asphärischer Oberflächen; |
| Optische Bildstabilisierung | ja / O.I.S. |
| Monitor (Größe/Auflösung) | 3“ TFT-LCD (3:2), 460.000 Pixel, Weitwinkel Bildfeld ca.100 Prozent |
| Optischer Sucher | optional |
| Speichertyp | 50 MB integriert, SD Memory Card / SDHC Memory Card / Multimedia Card |
| Belichtungsmessung | Wahlweise Mehrfeldmessung, Mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung |
| Verschlußzeiten | 60-1/2000 Sekunden |
| Lichtempfindlichkeit (ISO) | Auto/80/100/200/400/800/1600/3200 (Hochempfindlichkeits-Modus Auto ISO 1600-6400) ISO-Wert limitierbar |
| Stromversorgung | Lithium-Ionen-Akku oder durch optionales Netz-/Ladegerät. |
| Abmessungen | 108,7 x 59,5 x 27,1 mm (B x H x T) |
| Gewicht | 265g mit Akku |
| Weitere Ausstattungsmerkmale | Datenaufzeichnung: Fein / Standard /RAW / RAW + Standard / RAW + Fein, Video-Aufnahmen: 16:9-Format: 1280×720 (24 B/s), 848×480 (30 B/s) 4:3-Format: 640×480 (30 B/s), 320×240 (30 B/s, 10 B/s), Serienbilder: 2,5 B/s Max 8 Bilder (standard), 4 Bilder (fein), 3 Bilder (RAW) Highspeed-Serienmodus: ca. 6 Fotos (3 MP bei 4:3), (2,5 MP bei 3:2), (2 MP bei 16:9) |
| Alle Angaben ohne Gewähr | |
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Oktober 19th, 2008 at 1:40 am
kann mir jemand die Frage beantworten, warum Leica für eine baugleiche Kamera etwa 150 Euro mehr verlangt als Panasonic? Ist das Leica Emblem auf der Kamera wirklich so teuer? Noch schlimmer finde ich, das sich sicher Leute finden werden, die 150Euro mehr bezahlen um vorzeigen zu können eine Leica Kamera zu haben. Verrückte Welt!
April 15th, 2009 at 9:59 am
Wie einige einen Mercedes,BMW oder Audi fahren müßen,
so müßen einige Protzen eine Leica haben zu wollen.
Ich hatte schon eimal eine Panasonic,und war sehr zufrieden damit.
Ja nun Leica baut eben die besten Objektive und Kameras.
Aber dann lieber eine Panasonic bleibt in der Familie.
Die Welt ist sowieso Verrückt.
Oktober 18th, 2009 at 10:31 pm
nicht nur das Logo ist der einzige Unterschied…nur die Hardware ist baugleich ! LEICA hat eigens ( in Europa) entwickelte Software für Bildverarbeitung und Rauschunterdrückung in der Kamera versteckt.ob der Unterschied am Ergebnis sichtbar ist,weiß ich leider nicht,aber muß jeder selbst entscheiden ob dies den Mehrpreis rechtfertigt.Und ob Panasonic mit LEICA-Servic mithalten kann…..??
Oktober 18th, 2009 at 11:13 pm
und noch was,ganz vergessen : LEICA D-Lux 4 hat nach dem registrieren 3 Jahre Garantie