Mit einem lichtstarken Leica DC Vario-Summicron Objektiv 2,0-2,8 und einer Anfangsbrennweite von 24mm (entsprechend Kleinbild), so wie einem verhältnismäßig großen Sensor (1/1,63“-CCD-Bildsensor), hat Panasonic mit der LX3 eine sehr spezielle Kamera auf den Markt gebracht, die wir über mehrere Wochen in der Praxis ausgiebig getestet haben. Erwähnenswert ist noch, das die Lumix DMC-LX3 weitgehend baugleich mit der Leica D-LUX 4 ist, und man sich an diesem Test hier durchaus orientieren kann, wenn man die “Leica-Version” ins Auge gefasst hat.
Der Sensor der Panasonic LX3 ist rund 45% größer als Sensoren, die in den meisten Kompaktkameras verbaut sind und verspricht so hohe Bildqualität und lichtempfindlichere Pixel mit weniger Rauschen. Die LX3 bietet zudem die Möglichkeit im RAW-Format aufzuzeichnen, was für ambitionierte Fotografen durchaus interessant sein kann. Je nach Aufnahmesituation kann die LX3 Fotos in 3 Formaten (4:3/3:2/16:9) aufnehmen. Durch die Sensor-Größe ist es dabei möglich, den vollen 24mm Weitwinkel beizubehalten. Der LCD-Bildschirm im 3:2-Seitenverhältnis bietet mit 7,6 cm und 430.000 Pixel eine ausreichende Größe. Optional ist ein optischer Sucher erhältlich, der zum Zeitpunkt des Tests leider noch nicht Lieferbar war. Das Objektiv wurde besonders auf gleichmäßig hohe Schärfe bis in die Bildecken und minimale Verzeichnung hin gerechnet und ein durchdachtes manuelles Bedienkonzept soll dem anspruchsvollen Anwender erweiterte Kreativmöglichkeiten an die Hand geben.
Ob Panasonic hier zu viel verspricht, oder die Erwartungen erfüllt haben wir in der Praxis unter die Lupe genommen und die Kamera über mehrere Wochen in den unterschiedlichsten Aufnahmesituationen eingesetzt. Nimmt man die LX3 zum ersten mal in die Hand, vermittelt sie gefühlt einen hochwertigen Eindruck und liegt trotz der kompakten Abmessungen gut in der Hand, so weit man das bei einer Kompaktkamera überhaupt sagen kann. Nach dem Einschalten ist die LX3 in knapp unter zwei Sekunde einsatzbereit und Dank schneller Fokussierung kann ein Foto inklusive einschalten und Fokussieren bereits nach ca. 2,5 Sekunden geschossen werden. Nicht ganz so schnell ist der Serienbildmodus, der in höchster JPEG-Qualität knapp zwei Bilder in der Sekunde ermöglicht und im RAW-Modus etwa eines aufnehmen kann und nach 3 Bildern stoppt, um diese auf die Speicherkarte zu schreiben.
Motiv und Bilder betrachtet man über ein ausreichend dimensionierten Monitor, der eine gute Bildqualität bietet und wenn die Sonne nicht zu stark vom Himmels strahlt auch noch gut von der Seite eingesehen werden kann. Sind die Lichtverhältnisse hingegen nicht optimal und die Sonne scheint aufs Display, ist nur noch wenig zu erkennen. Sehr hilfreich könnte hier der optional erhältliche Aufstecksucher sein, der jedoch zum Testzeitpunkt noch nicht erhältlich war. Die Bedienung der Kamera ist gut durchdacht und gelingt nach ein wenig Einarbeitungszeit weitgehend auch ohne Handbuch.
Besonders interessant für viele Fotografen dürfte die Anfangsbrennweite der LX3 sein, die mit 24mm (entsprechend Kleinbild) überdurchschnittlich ausfällt. So passt viel aufs Bild, die Brenweite ermöglicht interessante Perspektiven und besonders für Landschaftsaufnahmen ist sie prädestiniert. In Richtung Tele hat die LX3 weniger zu bieten, bei 60mm (bezogen auf Kleinbild) ist Schluss. Hier würde man sich in der Praxis häufig etwas mehr Spielraum wünschen. Panasonic bzw. Leica ist es gelungen über den gesamten Brennweitenbereich eine hohe Abbildungsqualität zu gewährleisten und die Verzeichnungen fallen selbst in äußerster Weitwinkel Einstellung moderat aus. Das zudem noch lichtstarke Objektiv ist somit der erste „Pfeiler“, der zur insgesamt guten Bildqualität der LX3 beiträgt. Der große Sensor und der Bildprozessor tun ihr übriges und verhelfen der LX3 zu einer sehr guten Bildqualität bei geringster ISO Einstellung (ISO 80). Bis ISO 200 hält sich das Rauschen stark in Grenzen. Bei ISO 400 wird das Rauschen je nach Motiv mehr oder minder Sichtbar, ist aber durch aus ein praktikabler Wert mit dem man noch gut Arbeiten kann. Einstellungen darüber sind nicht mehr empfehlenswert.
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Oktober 19th, 2008 at 1:40 am
kann mir jemand die Frage beantworten, warum Leica für eine baugleiche Kamera etwa 150 Euro mehr verlangt als Panasonic? Ist das Leica Emblem auf der Kamera wirklich so teuer? Noch schlimmer finde ich, das sich sicher Leute finden werden, die 150Euro mehr bezahlen um vorzeigen zu können eine Leica Kamera zu haben. Verrückte Welt!
April 15th, 2009 at 9:59 am
Wie einige einen Mercedes,BMW oder Audi fahren müßen,
so müßen einige Protzen eine Leica haben zu wollen.
Ich hatte schon eimal eine Panasonic,und war sehr zufrieden damit.
Ja nun Leica baut eben die besten Objektive und Kameras.
Aber dann lieber eine Panasonic bleibt in der Familie.
Die Welt ist sowieso Verrückt.
Oktober 18th, 2009 at 10:31 pm
nicht nur das Logo ist der einzige Unterschied…nur die Hardware ist baugleich ! LEICA hat eigens ( in Europa) entwickelte Software für Bildverarbeitung und Rauschunterdrückung in der Kamera versteckt.ob der Unterschied am Ergebnis sichtbar ist,weiß ich leider nicht,aber muß jeder selbst entscheiden ob dies den Mehrpreis rechtfertigt.Und ob Panasonic mit LEICA-Servic mithalten kann…..??
Oktober 18th, 2009 at 11:13 pm
und noch was,ganz vergessen : LEICA D-Lux 4 hat nach dem registrieren 3 Jahre Garantie