Gehe zu: Suche, Navigation oder Hauptinhalt.

Fazit

Zoofotografie ist nichts für ungeduldige Menschen, der schnelle Erfolg bleibt in der Regel aus. Erst nach mehreren Zoo-Besuchen, werden Sie auf der Speicherkarte wirklich sehenswertes Material nach Hause tragen. Ist dies der Fall, und Ihre Aufnahmen finden Anklang bei Freunden, Bekannten oder in Fotocommunitys, werden Sie sicher noch häufiger den Zoo besuchen. Dieses “Spezialgebiet” der Fotografie kann wie jedes andere zur Sucht werden, insbesondere weil die interessanten Motive vielfach in greifbarer Nähe sind, denn der nächste Zoo ist meist nicht weit entfernt. (Text und Fotos: Gordon Hölsken/www.digiklix.de)

Im folgenden finden Sie noch einige Informationen zu Telekonvertern und Stativen, die als nützliche Hilfsmittel für die Zoo-Fotografie eingesetzt werden können.

kon1_zoo.jpgInfo: Telekonverter

Telekonverter gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Zum einen gibt es Konverter die zwischen Wechselobjektiv und Kamera angebracht werden, sodass der Konverter hinter dem Objektiv sitzt. Diese Konverter kommen für DSLR-Kameras in Frage. Und es gibt Telekonverter, die über den Filterring oder einen Adapter mit der Kamera verbunden werden und die Telebrennweite von Kompakt- und Bridgekameras erweitern können. Diese Konverter werden also dem Objektiv “vorgeschaltet”. Telekonverter gibt es in Form von 1,4-fach- bis 3-fach-Konvertern. Die genannte Zahl gibt an, in welchem Verhältnis sich die Brennweite des genutzten Objektives multipliziert, ein 2-fach-Telekonverter verdoppelt die Brennweite des Objektives. So wird bspw. aus einem 300mm Teleobjektiv ein 600mm “Supertele”.

Hinweis: Grundsätzlich ist nicht jeder Konverter mit jedem Objektiv kompatibel. Bevor Sie über den Kauf eines Konverters nachdenken, sollten Sie sich z.B. auf den Herstellerseiten oder in Internet-Foren informieren, welcher Konverter zu Ihrem Objektiv passt bzw. umgekehrt. Die Firma Sigma bspw. bietet Konverter an, die nicht universell einsetzbar sind, sondern nur auf bestimmte Objektive aus eigenem Haus abgestimmt wurden. Auf der Sigma-Website steht eine entsprechende Kompatibilitätsliste zur Verfügung (http://www.sigma-photo.co.jp/english/support/faq/condaitr.htm).

zoo_digiklix_13.jpgDer Einsatz eines Telekonverters hat Nachteile

Zum einen geht ein Teil der Lichtstärke des Basisobjektivs verloren. In der Regel handelt es sich hier um 2-3 Blendenstufen. In der Praxis bedeutet das bei Verwendung eines 2fach-Konverters, dass aus einem Teleobjektiv bspw. einem Lichtstarken 2,8/300mm, ein 5,6/600mm Teleobjektiv wird. Dieses Beispiel stellt eine noch gut zu handhabende Kombination dar. Ist das verwendete Teleobjektiv nicht so lichtstark, ist der Einsatz mit einem Telekonverter nur noch bei sehr guten Lichtverhältnissen möglich. Zum anderen leidet durch den Einsatz eines Telekonverters auch die Bildqualität. Es kommt immer wieder die Frage auf, ob auch der gleichzeitige Einsatz mehrerer Telekonverter möglich ist. Theoretisch ist das Kombinieren mehrerer Konverter zumindest bei DSLR-Kameras möglich davon ist allerdings abzuraten, denn Lichtstärke und Bildqualität leiden enorm. Telekonverter, die für Kompakt- und Bridge-Kameras konzipiert sind, haben bezüglich des Verlustes der Lichtstärke und der Bildqualität ähnliche Eigenschaften wie o.g. Konverter. Sollten Sie für Ihre Kamera einen solchen Konverter in Betracht ziehen, empfehlen wir den Einsatz eines Konverters der speziell für Ihr Kameramodell konzipiert wurde. Es gibt auch Konverter von Drittanbietern die in aller Regel Probleme bereiten weil sie nicht auf ein spezielles Kameramodell zugeschnitten sind. Die Bildqualität beim Einsatz eines solchen Konverters kann sehr stark leiden, es kann zu Randabschattungen (Vignettierung) kommen etc. Zusätzlich ist noch zu beachten, dass bei vielen Kompaktkameras ein (teurer) Adapter benötigt wird, um Telekonverter überhaupt verwenden zu können. (Foto Telekonverter: Canon)


zoo_digiklix_10.jpg Info: Stative

Die Auswahl an Stativen, die im Handel erhältlich sind, ist schier unübersichtlich und die Preisspanne reicht von ein paar Euro für ein Mini-Stativ bis hin zu mehreren hundert Euro für Profistative. Im Grunde gibt es Stative, die alles in einem mitbringen, also die Stativ-Beine, den Stativkopf und ggf. das Schnellwechselsystem bzw. die Schnellkupplung. Bessere Stative stellt man sich in der Regel selber zusammen. Das heißt, man kauft das eigentliche Stativ (also nur die Beine) und muss einen passenden Stativkopf und bei Bedarf ein Schnellwechselsystem dazu kaufen.

Der Vorteil: Ein solches System ist flexibel und bei Bedarf erweiterbar. Bei den Stativköpfen unterscheidet man zwischen Dreiwegeneigern und Kugelköpfen. Letztgenannte Stativköpfe sind für jeden Einsatzzweck empfehlenswert, Dreiwegeneiger sind hingegen mehr für den Einsatz mit einer Videokamera geeignet. Ideal wäre es, wenn ein Stativ leicht und zusammen gefahren auch noch sehr klein ist, dabei aber trotzdem äußerst stabil und wackelfrei steht. Zudem sollte sich das Stativ einfach handhaben lassen. Alles Ideale, die in der Praxis nur schwer zu realisieren sind. Stabilität ist oft gleichbedeutend mit einem hohen Gewicht. Hier muss man Kompromisse schließen und sich über den Einsatzzweck bewusst sein. Wer wert auf Qualität legt, sollte auf ein Allroundstativ mit Kugelkopf eines namhaften Herstellers wie z.B. Manfrotto, Gitzo, Benbo etc. zurückgreifen. Hier müssen Sie inklusive Stativkopf, ab ca. 150 Euro einplanen. Wer nur gelegentlich mit dem Stativ fotografiert, kann auch auf ein günstiges Allroundmodell zurückgreifen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie eine in der Regel leichte Kompaktkamera besitzen. Eine DSLR-Kamera wohlmöglich mit einem Teleobjektiv ausgestattet, sollten Sie nur einem “besseren” Stativ anvertrauen.

Nützliche Helfer: Einbeinstative

Für das Fotografiren im Zoo kommen auch Einbeinstative in Frage. Die Vorteile: ein Einbeinstativ ist leichter zu transportieren, als ein Dreibein und flexibler im Einsatz. Auch in Kombination mit einer Bildstabilisierung vergrößert sich der Spielraum für den Fotografen. Der Nachteil: ein echtes Dreibeinstativ können diese Stative nicht ersetzen, denn mit einem Bein stehen die Stative zum einen nicht 100% wackelfrei und zum anderen muss der Fotograf immer eine Hand an der Kamera oder oder am Stativ haben.

Teil 1 dieser Artikelserie finden Sie HIER bei digiklix.de.


Seiten: 1 2

Ihren XING-Kontakten zeigen

Beitrag kommentieren