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zoo_digiklix_11.jpgWer gerne fotografiert ist immer auf der Suche nach neuen interessanten Motiven. Ein beliebtes Ziel für viele Fotografen ist der Tierpark oder Zoo in der Nähe. Hier finden sich in Form exotischer Tiere Motive, für die man sonst um die halbe Welt reisen müsste. Wir geben Ihnen Tipps und Tricks, für gelungene Tierfotos im Zoo oder Tierpark an die Hand. Dies ist Teil 2 unserer zweiteiligen Artikelserie.

Teil 1 dieser Artikelserie finden Sie HIER bei digiklix.de.

Was soll aufs Bild

Natürlich das Tier, ist die Antwort. Aber wie ist es um den Hintergrund bestellt. Einen Eisbären vor einer tristen Betonwand abzulichten, weckt beim Betrachter eher Mitleidsgefühle, als Faszination für die Aufnahme. Springt der Eisbär hingegen ins Wasser oder taucht wieder auf und im Hintergrund ist nichts Zootypisches zu erkennen, wird Ihr Foto Anklang finden.

zoo_digiklix_9.jpgEs gibt zwei grundsätzlich Herangehensweisen, von der eine sicher die Interessanteste für den Fotografen darstellt, nämlich Tiere im Zoo so abzulichten, als hätte man sie in der freien Wildbahn fotografiert. Die Zooumgebung bewusst in die Aufnahme mit einzubeziehen, ist die andere Möglichkeit. Letzteres kommt beim Betrachter aber nur in den seltensten Fällen gut an und weckt, wie oben schon erwähnt, in der Regel Mitleidsgefühle. Wenige Ausnahmen sind Situationen in denen die Verbundenheit von Mensch und Tier dargestellt werden soll. Wenn ein Tierpfleger z.B. einem kleinen Affen die Flasche gibt, oder ein anderer ein Nashorn oder einen Elefanten mit dem Schrubber reinigt, dann kann eine solche Situation ein interessantes Motiv sein.

zoo_digiklix_15.jpgIn der Regel werden Sie aber versuchen wollen Tiere ohne “Zoohintergrund” abzulichten. In vielen Fällen stellt dies das größte Problem dar, weil die Gehege wenig natürliches Umfeld bieten, vergittert, oder abgezäunt sind. Hier gilt es zu beobachten, von wo aus Sie die Tiere am besten fotografieren können, welcher Hintergrund sich anbietet und wie Sie sich am besten positionieren. Maschendrahtzaun und Gitterstäbe lassen sich nur “umgehen” in dem Sie mit einer langen Telebrennweite möglichst nah an die Abzäunung herangehen. Mit einer entsprechenden Brennweite und wenn Sie das Objektiv direkt an den Zaun anlegen, können Sie Maschendraht recht einfach “eliminieren”. So lassen sich z.B. Aufnahmen von Vögeln in Vojeren gut realisieren. Noch einfacher können Sie durch Gitterstäbe fotografieren, vorausgesetzt Sie kommen nah genug heran und im Käfig wartet kein Tier, welches es auf Sie oder Ihre Kamera abgesehen hat.

zoo_digiklix_14.jpgNatürlicher Hintergrund

Den natürlichen Hintergrund auf ein Foto zu bekommen ist ungleich schwieriger, wenn er einfach nicht vorhanden ist. Nicht jeder Zoo hat großzügige Freigehege in denen die Tiere sich bewegen können. Eine Möglichkeit, in diesem Fall doch gelungene Aufnahmen zu realisieren, sind Tierportraits bei denen Sie sich nur auf die Gesichter der Tiere konzentrieren. Eine andere Möglichkeit ist es, den Hintergrund durch eine weit geöffnete Blende in Unschärfe verschwinden zu lassen, oder einen neutralen Hintergrund zu wählen, der später noch per Bildbearbeitung manipuliert werden kann. Bildbearbeitung spielt im Allgemeinen auch bei der Zoofotografie eine Rolle. Ihre Bilder werden wahrscheinlich einen ähnlichen Workflow durchlaufen, wie Sie es auch bei anderen Aufnahmen handhaben. Viele Aufnahmen lassen sich schon durch ein Beschneiden des Bildes deutlich verbessern. Zudem lassen sich auch störende Elemente per Bildbearbeitung entfernen. Dies lohnt sich allerdings nur, wenn ein Tier in einer ganz besonderen Situation eingefangen wurde. Besser ist es, schon beim Fotografieren darauf zu achten, störende Elemente nicht mit aufs Bild zu bekommen.

zoo_digiklix_12.jpgDarf ich das eigentlich?

Wer Tiere im Zoo Fotografiert will die Fotos sicher auch zeigen. Sei es auf der eigenen Webseite oder in einer Fotocommunity. Manch einer verkauft seine Fotos vielleicht auch über Stockagenturen. Ist das eigentlich erlaubt? Das hängt vom jeweiligen Zoo ab. Fotos aus dem einen Zoo dürfen ohne Probleme im Internet ausgestellt werden, für andere muss explizit eine schriftliche Genehmigung eingeholt werden. Wer seine Fotos verkaufen möchte, muss noch besser aufpassen, denn oft ist die kommerzielle Nutzung der Bilder nicht erlaubt. Hier ist Vorsicht geboten, soll keine Abmahnung ins Haus flattern. Eine sehr umfangreiche Liste, der man entnehmen kann was bei der Veröffentlichung erlaubt ist und was nicht, wurde vom digicamclub (www.digicamclub.de) zusammengetragen und findet sich unter www.zooliste.de. Allerdings kann und sollte man auch darauf nicht blind vertrauen, insbesondere wenn man Fotos verkaufen möchte. In dem Fall ist der sicherste Weg sich direkt beim Zoo zu erkundigen und im Idealfall eine schriftliche Genehmigung einzuholen.


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