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s100fs_digiklix_4.jpgSLR-Like Ausstattung und Bedienung

Mit den Kritikpunkten Sucher und Monitor sind die wesentlichen Mängel der FinePix S100FS erfreulicherweise auch schon abgehandelt, denn die übrigen Ausstattungsmerkmale, so wie die Handhabung und die Bildqualität kommen dem Ideal „SLR-Like“ schon deutlich näher.

Wie bereits oben angesprochen liegt die S100FS Dank Ihrer Größe gut in der Hand. Die Anordnung der Bedienelemente ist Fuji gut gelungen. Wer schon einmal mit einer DSLR-Kamera fotografiert hat, fühlt sich bei der Anordnung der Bedienelemente stark an eine solche erinnert. Wer von einer Kompaktkamera aufsteigt oder von einer anderen Bridgekamera wechselt, sollte sich schnell zu Recht finden, auch ohne sofort einen Blick in das Handbuch werfen zu müssen. Ebenso SLR-Like sind die möglichen Aufnahmeparameter. Von Vollautomatisch, über Blenden oder Zeitvorwahl bis hin zur voll manuellen Steuerung ist alles vertreten. s100fs_leftside_tilt_open_1000.jpgManuell muss auch das Zoom betätigt werden, was Dank des griffigen Zoomrings und der technischen Ausführung sehr präzise gelingt. Auch die Scharfstellung kann über einen Ring (mit motorischer Hilfe) manuelle erfolgen, was allerdings bedingt durch den mäßigen Sucher und Monitor, trotz Hilfsmittel wie Schärfeindikator und Lupe wiederum nicht mit einer DSLR-Kamera verglichen werden kann. Insbesondere Brillenträger oder Menschen mit einer leichten Sehschwäche könnten hier Probleme bekommen und selbst mit 100% Sehvermögen ist die manuelle Scharfstellung besonders bei schlechteren Lichtverhältnissen ein Glücksspiel. Verlässt man sich auf den Autofokus der S100FS, wird man in den allermeisten Aufnahmesituationen nicht enttäuscht. Der AF arbeitet schnell und Präzise, die Leistung lässt bei weniger Licht besonders im Telebereich aber deutlich nach und einem Vergleich mit einer DSLR hält die S100FS auch hier nicht Stand. Im Vergleich mit höherwertigen Kompaktkameras oder ähnlichen Modellen, kann man der Fuji in diesem Punkt dennoch gute Noten ausstellen.

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Links zu diesem Testfoto in voller Auflösung und weiteren Testbildern der S100FS finden Sie weiter unten.

Was auf dem Sensor landet

Ohne hier alle Einstellungsmöglichkeiten wie bspw. die Filmsimulation, welche auch als Serienbildfunktion zur Verfügung steht und die Dynamikbereichswahl in 3 Stufen (100, 200 und 400 Prozent) aufzuzählen, ergibt sich bei allen möglichen Optionen ein durchweg positives Bild des Bildes. Will heißen die mit der S100FS erzielbare Bildqualität ist unabhängig von den möglichen „Kreativeinstellungen“ erfreulich gut. Fujis SuperCCD-Sensor, der bei der S100FS mit 2/3″ vergleichsweise groß ausfällt liefert in Kombination mit der eingesetzten Optik und der kamerainternen Softwarebildaufbereitung sehr ansehnliche Bilder mit hoher Dynamik. In Anbetracht der enormen Brennweite die das eingesetzte Fujinon Objektiv anbietet, waren wir überrascht das weitgehend verzeichnungsfreie Bildergebnisse auf der Speicherkarte landen. Allerdings sind ebenfalls über den gesamten Brennweitenbereich je nach Motiv mehr oder weniger starke Farbränder zu erkennen. Die chromatische Aberration hat Fuji leider nicht optimal in den Griff bekommen. Wer Fotos kleinformatig ausbelichtet, den wird der Abbildungsfehler kaum stören und auch auf dem Monitor muss man ins Detail zoomen um ihn genau auszumachen, wer allerdings wert auf allerhöchste Bildqualität legt, den wird die chromatische Aberration der S100FS stören.

Das mit 13 Linsen bestückte Objektiv hat Fuji sehr gut abgestimmt. Kurz und schmerzlos etwas zum Thema Bildrauschen. Das Bildrauchen hält sich bei der S100FS bis ISO 400 stark in Grenzen, nimmt danach aber zu. ISO 400-800 sind durchaus nutzbar und in „Notfällen“ kann man auch einmal zu ISO1600 greifen und versuchen mit einer Bildbearbeitung das Rauschen zu minimieren. Der vergleichsweise etwas größere Sensor kann nicht wirklich zu rauschärmeren Fotos beitragen und die S100FS reiht sich diesbezüglich in die Klasse vergleichbarer Modelle ein, kann mit Einsteiger-DSLRs mit größerem (APS-C) Sensor aber keineswegs konkurrieren.

Fazit

Zu Bemängeln ist der elektronische Sucher der S100FS, welcher leider nur eine mäßige Bildqualität liefert und den Durchblick im wahrsten Sinne des Wortes trübt. Des Weiteren sind es Punkte wie bspw. eine Belichtungsvorschau so wie geringeres Rauschen, eine höhere Geschwindigkeit und mehr Akkupower, die man sich in der Praxis wünschen würde und bei denen die S100FS einer DSLR-Kamera klar nachsteht. An der Verarbeitung und der Ausstattung der S100FS so wie insbesondere an der Bildqualität gibt es in Anbetracht des Preises und im Vergleich mit der unmittelbaren Konkurrenz nichts zu bemängeln. Wer gerne fotografiert und dabei auch gerne einmal mit Funktionen und Programmen experimentiert, jedoch nicht zu einer DSLR-Kamera greifen möchte, bekommt mit der S100FS eine interessante und in Anbetracht der Ausstattung (insbesondere ist hier die Brennweite gemeint) auch verhältnismäßig kostengünstige (Straßenpreis rund 550,- Euro) Alternative geboten. (Gordon Hölsken/Digiklix.de (Fotos: gh/Fujifilm))

Testfotos:

Fujifilm FinePix S100FS – Testfotos (Teil 1)
Fujifilm FinePix S100FS – Testfotos (Teil 2)

Datenblatt und weitere Informationen zur Kamera:

Fujifilm FinePix S100FS Datenblatt und Produktabbildungen
News zur FinePix S100FS


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