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Ruhiger Hintergrund

Der Hintergrund, egal ob Sie drinnen oder draußen Fotografieren, spielt eine wichtige Rolle und ist entscheidend für die gesamte Bildwirkung. Grundsätzlich gilt, dass der Hintergrund nicht unruhig sein soll. Der Wohnzimmerschrank, das Bücherregal, ein buntes Sofa oder draußen, dass Nachbarhaus, die Garage etc., all das gehört im Übermaß bzw. dominierend nicht mit aufs Foto, besonders dann nicht, wenn Sie besonders schöne Fotos für den Bilderrahmen oder ein Fotobuch aufnehmen möchten. In dem Fall kommen Sie oft nicht umhin, die Fotosituation ein wenig vorzubereiten.

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Die Beleuchtung erfolgte in diesem Fall durch Tageslicht, welches durch ein Fenster in den Raum einfiel. Es wurde mit einer hohen ISO-Einstellung fotografiert und das Foto wurde später per Bildbearbeitung entrauscht und in schwarzweiß umgewandelt. (Foto: Gordon Hölsken)

Tipp: Ob Sie drinnen oder draußen Fotos machen, als Hintergrund für ein Portrait mit professioneller Wirkung eignet sich gut Bastelkarton aus dem Schreibwarenhandel. Diesen Karton gibt es in allen möglichen Farben und er kann z.B. einfach mit Klebeband an einer Wand befestigt werden oder ein Helfer hält ihn bei der Aufnahme hinter das Kind. Wer häufiger Kinder oder Personen im Allgemeinen fotografiert, kann auch auf spezielle Falthintergründe zurückgreifen, welche in unterschiedlichen Farben im Foto- bzw. Studiofachhandel erhältlich sind.

Inszenieren mit viel Geduld

Geht es darum Fotos aufzunehmen, welche bspw. für den Fotorahmen oder ein Fotobuch bestimmt sein sollen, müssen Sie ein „Fotoshooting“ planen. Oft werden die kleinen schick angezogen, die Haare werden hübsch gestylt etc. und wenn es dann ans Fotografieren geht, klappt erfahrungsgemäß gar nichts. Auf Wunsch und Kommando klappt es nur selten, ein gutes Kinder-Foto in den „Kasten“ zu bekommen, gerade wenn die Kinder schon etwas älter sind, zappeln Sie garantiert herum, wenn sie fotografiert werden und je länger ein solches „Shooting“ dauert desto ungeduldiger werden Kinder. Daher heißt der oberste Grundsatz; nie gezwungen, sondern immer spielerisch an die Sache herangehen. Viel Zeit ist also unabdingbar und eine helfende Hand ist Gold wert. Ein Helfer kann ggf. als „Beleuchter“ fungieren, einen Hintergrund halten, oder spielerisch versuchen den Kinderblick in eine bestimmte Richtung zu lenken.

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Gehen Sie immer spielerisch an die Sache heran, bringen Sie die Kinder zum Lachen und halten Sie den Finger auf dem Auslöser. (Fotos: Gordon Hölsken)

Sie als Fotograf übernehmen am besten die Rolle des „Komikers“. Versuchen Sie die Kinder zum Lachen zu bringen, erzählen Sie ruhig was Sie genau vorhaben, auch wenn die Kinder es noch nicht im Detail verstehen können. Zeigen Sie den Kindern zwischenzeitlich Fotos auf dem Kamera-Display oder erklären Sie, wie die Kamera funktioniert. Wichtig ist nur, nicht still hinter der Kamera zu verharren und auf den richtigen Moment zu warten, sondern die Kinder mit einzubeziehen. Planen Sie zudem viele Pausen ein. Bieten Sie z.B. zwischenzeitlich Getränke, Kuchen oder Süßigkeiten an. Ziehen Sie sich etwas zurück und lichten Sie die Kinder mit einer Telebrennweite beim Essen oder trinken ab. Oft entstehen in diesen Pausen, bessere Fotos als beim eigentlichen Shooting.

Ins rechte Licht gerückt

Fotografieren Sie in Innenräumen und es ist nicht zu dunkel, können Sie eine hohe ISO-Einstellung verwenden, wenn ihre Kamera dies zulässt und somit auf das Blitzen verzichten. So kann ein Foto besser auch einmal etwas Rauschen, als eine Situation mit dem internen Blitz der Kamera „kaputt zu blitzen“. Ohne Blitz lässt sich die Lichtstimmung natürlicher einfangen, Farben wirken weicher und wärmer und auch die Haut sieht natürlicher aus. Sie können sich mit Ihrem Kind beispielsweise an ein Fenster setzen und das einfallende Tageslicht für die Aufnahmen nutzen. Sitzt das Kind dabei so zum Fenster, dass nur eine Gesichtshälfte ausgeleuchtet wird, können Sie eine klassische Portraitbeleuchtung realisieren. Eine Gesichtshälfte ist ausgeleuchtet, während die andere im Schatten ausläuft.kinderfotos6_digiklix.jpg

Kinder müssen auf Fotos nicht immer Lachen oder direkt in die Kamera schauen. Was ist hier so interessant für das Kind? Genau diese Frage macht auch das Foto interessant. (Foto: Gordon Hölsken)

Oft kommen Sie um den Einsatz eines Blitzes dennoch nicht herum, hier ist die sinnvollste Maßnahme das indirekt Blitzen, also den Blitz z. B. gegen die Decke zu richten. Das setzt voraus, dass Sie ein entsprechendes Blitzgerät für Ihre Kamera zur Verfügung haben. Viele Kompaktkameras, gerade aus der unteren Preisklasse, bieten leider nicht die Möglichkeit ein externes Blitzgerät einzusetzen und die eingebauten Blitze arbeiten oft nicht zufriedenstellend. Leider muss man in dem Fall sagen, dass wirklich sehenswerte Aufnahmen in der Regel nur ohne Blitz bei Tages- oder Kunstlicht realisierbar sind.

Grundsätzlich gilt es bei Babys und Kleinkindern, nach Möglichkeit auf den Blitz zu verzichten. Es geht zwar keine unmittelbare Gefahr vom Blitz aus, allerdings ist das grelle Licht alles andere als angenehm für empfindliche Kinderaugen. Alternativ stellen Sie auch hier einen hohen ISO-Wert ein, um auf den Blitz verzichten zu können, oder Sie blitzen nach Möglichkeit nur indirekt. (Text und Fotos Gordon Hölsken/www.digiklix.de)

Hier finden Sie den zweiten Teil “Kinder fotografieren – So gelingen Ihnen ausdrucksstarke Kinderfotos”

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1 Kommentar zu diesem Beitrag

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