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kinderfotos1_digiklix.jpgZu den häufigsten Fotomotiven zählen Kinder. In vielen Fällen wird eine Digitalkamera sogar hauptsächlich aus dem Grund angeschafft, um das Aufwachsen der eigenen Sprösslinge zu dokumentieren. Schaut man sich um, werden im Bereich der Kinderfotografie oft Fehler gemacht, die leicht vermeidbar wären. Wir wollen Ihnen ein paar Tipps und Tricks geben, die helfen sollen Fehler zu vermeiden und bessere Aufnahmen zu machen.

Anfängerfehler vermeiden

Es gibt typische Anfängerfehler, die sich einfach ausschalten lassen. Der Kardinalfehler: Kinder von oben herab zu fotografieren. Kinder fotografiert man immer auf Augenhöhe, Ausnahmen bestätigen diese Regel. Der Fotograf muss sich also in der Regel in die Hocke begeben, um auf dem „Level“ Fotos zu machen, auf dem Kinder sich bewegen. Ein weiterer Fehler, welcher immer wieder gemacht wird, ist das Fotografieren im Weitwinkel Bereich. Das eigentliche Hauptmotiv, dass Kind, muss man auf dem Foto erst einmal suchen. Gehen Sie mit der Kamera entweder näher an das Motiv heran oder nutzen Sie die Zoomfunktion der Kamera, um das Kind in den “Mittelpunkt” zu rücken. Zuviel Umfeld/Hintergrund auf dem Foto lenkt vom eigentlichen Motiv ab.

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Verzichten Sie bei Babys auf das Blitzlicht und fotografieren Sie nach Möglichkeit lieber mit hohen ISO-Einstellungen. Wie hier zu sehen, kann auch ein bewusst gewählter Schärfepunkt (auf den Fingern) sehr interessant sein. (Foto: Gordon Hölsken)

Häufig werden auch unscharfe Fotos herumgereicht bzw. Fotos, auf denen das Hauptmotiv unscharf ist und die Schärfe auf dem Hintergrund liegt. Ein in der Praxis häufig gemachter Fehler im Umgang mit einer Autofokuskamera ist der, dass der Auslöser der Kamera einfach durchgedrückt wird, ohne das die Kamera die Möglichkeit hatte auf das Motiv scharf zu stellen.

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Schwarzweiß ist auch bei Kinderportraits eine gute Wahl. In der Regel ist die Umwandlung eines Farbfotos via Bildbearbeitung dem SW-Modus der Kamera vorzuziehen. (Foto: Gordon Hölsken)

Viele Kompaktmodelle sind bei dieser Vorgehensweise überfordert, sie sind einfach nicht schnell genug und das gilt insbesondere dann, wenn sich das Motiv bewegt. Abhilfe schafft das Vorfokussieren, dass in der Regel jede aktuelle Digitalkamera ermöglicht. Man drückt den Auslöser nur halb durch und hält ihn auf dieser Position, der Autofokus erfasst das Motiv und stellt in der Regel optimal scharf und erst dann drückt man den Auslöser ganz durch. Ähnlich kann man so auch spielende Kinder scharf abbilden, womit Kompaktkameras häufig Probleme haben. Man greift der Kamera unter die Arme in dem man zunächst auf das oder die Kinder scharf stellt –Auslöser halb durchgedrückt- und dann die Kamera mitbewegt (Mitziehen) und im richtigen Moment auslöst. Mit ein wenig Übung klappt das recht gut.

Grundsätzliche Herangehensweisen

Es gibt zwei grundsätzliche Herangehensweisen um Kinder zu fotografieren. Entweder portraitiert man Kinder in mehr oder weniger gestellten Szenen, oder man fotografiert sie in alltäglichen Situationen, beim Essen, beim Spielen etc. Letzteres hat den Vorteil, dass man als Beobachter sehr natürliche Situationen einfangen kann. Derartige Aufnahmen gelingen gut im Freien, wenn Ihr Kind bzw. die Kinder im Garten oder auf dem Spielplatz herumtoben. Suchen Sie sich einen Platz in Telereichweite und warten Sie mit der Kamera auf den richtigen Moment. Bietet Ihre Kamera diese Option an, kann der „Sportmodus“ sehr nützlich sein. Er sorgt für kurze Belichtungszeiten und beugt somit zum einen Verwacklungen vor und zum anderen werden schnelle Bewegungen „eingefroren“.

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Spielende Kinder fotografieren Sie am besten mit einer langen Brennweite. Die Kinder fühlen sich unbeobachtet, und Sie fangen so die natürlichsten Situationen ein. (Fotos: Gordon Hölsken)

Aber auch wenn Ihre Kamera keinen großen Telebereich anbietet, lassen sich Kinder in alltäglichen Situationen fotografieren. Legen Sie sich z. B. mit der Kamera einfach neben das Kind auf den Boden, wenn es zufrieden einen Schrank ausräumt oder sich mit etwas Interessantem beschäftigt, und machen Sie Fotos. Hier ist es wichtig, um das Fotografieren kein Aufsehen zu machen, hinlegen, anvisieren, auslösen und nicht noch die Anweisung geben, guck mal zu Papa oder hier ist das Vögelchen. Damit wäre die natürliche Situation wieder dahin. Überhaupt sind es Alltagssituationen, in denen die besten Fotos entstehen. Legen Sie Ihre Kamera einfach immer griffbereit, um schnell handeln zu können.

Tipp: Für spontane Aufnahmen ist es sinnvoll die Serienbildfunktion der Kamera zu nutzen, um entweder Bildserien für eine spätere Diashow aufzunehmen oder um sich aus der Serie das beste Foto heraussuchen zu können.

Spannende Details festhalten

Viele Fotografen neigen dazu, Kinder immer ganz aufs Foto zu nehmen. Genauso sieht man wenige Fotos, auf denen Kinder nicht direkt in die Kamera schauen. Oft wirkt daher das lächeln und/oder der Blick in die Kamera des Kindes gezwungen.

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Gehen Sie mit der Kamera ruhig näher heran und halten Sie Details fest, das ist spannender als akribisch zu versuchen immer “alles” aufs Bild zu bekommen. (Foto: Gordon Hölsken)

Gehen Sie bei der Aufnahme näher an das Kind heran, visieren sie nur den Oberkörper, den Kopf oder auch nur das Gesicht bzw. einen Teilbereich des Gesichtes an und drücken Sie auch ruhig einmal auf den Auslöser, wenn das Kind nicht direkt in die Kamera schaut, sondern vielleicht interessiert ein Spielzeug betrachtet. Genauso können Sie auch nur die Hand/Hände fotografieren, wie Sie das Kuscheltier hält oder im Schlaf zu einer Faust geballt ist. Solche Ausschnitte sind zum einen viel Spannender als Fotos auf denen Kinder ganz zu sehen sind und zum anderen vermeiden Sie bei diesen Detailaufnahmen, störenden Hintergrund mit aufs Bild zu nehmen der vom Motiv ablenkt. Erstellen Sie später beispielsweise einmal ein Fotobuch, lassen sich Detailaufnahmen gut mit anderen Fotos kombinieren. Beispielsweise fotografieren Sie Ihren Sprössling, wie er/sie interessiert ein Auto betrachtet, dann vielleicht nur die Hand des Kindes, die das Auto über den Boden schiebt etc.

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1 Kommentar zu diesem Beitrag

  1. Kinder Fotografieren – So gelingen Ihnen ausdrucksstarke Kinderfotos (Teil2) « Regel, Fotografieren, Kinder, Ihre, Licht, Fotos, können, Blickrichtung « digiklix.de:

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