Neues kreatives Potenzial für anspruchsvolle Digitalfotografen verspricht Samsung mit der NV24 HD. Besonders interessant in dieser Kameraklasse ist das von Schneider-Kreuznach entwickelte 24-86mm-Weitwinkelzoom. Mit 10 Megapixel Auflösung, optischem Bildstabilisator und weiteren zeitgemäßen Ausstattungsmerkmalen, so wie kompakten Abmessungen ist die NV24 HD in ihrer Klasse durchaus interessant.
Kompaktkameras mit hoher (Tele)Brennweite gibt es viele. Doch in den meisten Fotosituationen wünscht sich der Anwender eher ein großzügiges Weitwinkelangebot. Der Zoombereich der Samsung-Neuheit beginnt bereits bei 24 mm – eine im Kompaktkameramarkt noch ungewöhnliche Anfangsbrennweite. Für eine hohe Abbildungsqualität soll die hochwertige Optik sorgen, die Samsung in dieser Kamera einsetzt. Die Optikexperten von Schneider-Kreuznach zeichnen sich für die Konstruktion des Varioplan Zoom 2,7-5,2/24-86 mm in der NV24HD verantwortlich.
Im Zusammenspiel mit dem effektiv 10,17 Millionen Pixel auflösenden CCD-Sensor soll sich der Fotograf auf professionelle Qualität mit Bildgrößen von bis zu 3648 x 2736 Punkten freuen können. Das optionale Wide-Format (bei 6 Megapixel Bildgröße) produziert 3648 x 2056 Pixel und eignet sich damit für die Bildwiedergabe an 16:9-Bildschirmen.
Optische Bildstabilisation OIS und Fast ASR
Zusätzlich haben die Samsung-Entwickler die NV24 HD mit der optischen Bildstabilisation OIS (Optical Image Stabilization) ausgestattet. Über spezielle Kreiselsensoren erkennt die Kamera Bewegungen, die durch die Hand des Fotografen verursacht werden. Mit einer entsprechenden Verschiebung des Sensors wirkt der Bildstabilisator der Verwacklung entgegen. Samsung will hier noch einen Schritt weiter gehen und kombiniert OIS mit Fast ASR, einer von Samsung entwickelten digitalen Bildstabilisierung unter dem Oberbegriff Dual Image Stabilisation, bie der allerdings nicht einfach die Empfindlichkeit (ISO) angehoben wird.
Fast ASR funktioniert folgendermaßen: Automatisch werden zwei Fotos mit identischen ISO- und Blendenwerten aufgenommen: eine unterbelichtete Aufnahme mit schneller Verschlusszeit für die Schärfeinformation und eine exakt belichtete, verwackelte Aufnahme mit langer Verschlusszeit für die Farbinformation. Beide Bilder sollen anschließend zu einem perfekten Ergebnis kombiniert werden. Der komplette Bearbeitungsprozess konnte mit Fast ASR im Vergleich zum Vorgänger ARS von 2 bis 3 Sekunden auf nur noch 0,7 bis 0,8 Sekunden pro Bild reduziert werden. Dies resultiert aus der neuen DRIM Engine. Mit diesem neu entwickelten Prozessor, will Samsung der Tatsache Rechnung tragen, dass den immer filigraner werdenden Strukturen der CCD-Sensoren eine verbesserte nachgeschaltete Signalverarbeitung gegenübergestellt werden muss. DRIM steht für das Zusammenspiel von vier Komponenten. Fast ASR, DNR, ACB und HDMI.
DNR (Digital Noise Reduction), die digitale Rauschunterdrückung, soll bei hohen ISO-Werten auftretendes Bildrauschen durch eine softwaregestützte Optimierung der Fotos ausschließen. Die neue Samsung bietet einen Empfindlichkeitsbereich zwischen ISO 80 und ISO 1600, bzw. 3200 (bei einer Auflösung von 3 Megapixeln). Alle Empfindlichkeiten werden von DNR unterstützt, so dass der Fotograf stets scharfe und rauschfreie Ergebnisse erhalten soll. Das die Rauschunterdrückung bei ISO-Werten über ISO 800 wirklich einwandrfreie Ergebnisse liefert, kann in Anbetracht der geringen Sensorgröße durchaus bezweifelt werden. Wie die Kamera sich bis ISO 800 verhält, darauf sind wir sehr gespannt und werden dies hoffentlich zeitnah testen können.
Kontraststeuerung ACB (Auto Contrast Balance)
Neu bei Samsung und ebenfalls Teil der DRIM-Technologie: die automatische Kontraststeuerung ACB (Auto Contrast Balance). Sie soll ohne Zutun des Fotografen für eine ausgewogene Belichtung selbst bei großen Hell-Dunkel-Unterschieden sorgen. Während des ACB-Prozesses findet eine komplexe Kontrastanalyse und -steuerung statt. Das Resultat sollen exakt belichtete Bilder ohne zulaufende Schatten und ausfressende Lichter sein, selbst wenn bei starkem Gegenlicht fotografiert wurde.
Das neu entwickelte OLED-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 2,5 Zoll arbeitet mit organischen Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diode). Bei Samsung kommt ein Display mit Active Matrix (AM) OLED-Technik zum Einsatz, das sich durch deutlich schnellere Ansprechzeiten, einen großen Betrachtungswinkel (180 Grad), höhere Bildqualität und ein sehr hohes Kontrastverhältnis von 10.000:1 auszeichnen soll.
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