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ricoh_caplio_r7_1ein.jpgDie Ricoh Caplio R7 hat die Nachfolge der bei Kunden recht beliebten Caplio R6 angetreten. Die Kamera präsentiert sich wie ihre Vorgängerin in einem schlanken Gehäuse und bietet neben rund 8MP Auflösung ein Weitwinkelzoomobjektiv mit 28-200mm Brennweite (bezogen auf Kleinbild) und einen optischen Bildstabilisator an, was in dieser Kameraklasse nicht üblich ist. Wir wollten wissen ob die R7 auch in der Praxis überzeugen kann.

Der CCD-Bildsensor der Caplio R7 liefert effektiv 8,15 Millionen Pixel und wird vom neuen Bildverarbeitungsprozessor “Smooth Imaging Engine III” unterstützt, welcher für eine hohe Geschwindigkeit und für ein verbessertes Rauschverhalten, gegenüber der Vorgängerin, sorgen soll. Trotz der sehr kompakten Abmessungen von 99,6 (B) x 55,0 (H) x 23,3 mm (T) stellt die Kamera einen für Ihre Klasse untypischen, für ricoh_caplio_r7_1.jpgFotografen interessanten Brennweitenbereich zur Verfügung. Zudem bietet sie einen optischen Bildstabilisator (der Sensor ist beweglich gelagert) an und kann mit weiteren aktuellen Features Glänzen. Letztendlich nutzt die beste Ausstattung wenig, wenn die Bildergebnisse nicht zufrieden stellend sind bzw. die technische Ausstattung in der Praxis nicht sinnvoll nutzbar ist. Daher haben wir die Caplio R7 auf zahlreiche Foto-Touren mitgenommen und so häufig wie möglich mit ihr fotografiert, um uns ein aussagekräftiges Bild machen zu können.

Kompakte Werte

Trotz Ihrer kompakten Abmessungen liegt die R7 gut in der Hand, soweit man das von einer so kompakten Kamera überhaupt sagen kann. Der Daumen liegt auf einer griffigen Gummierung auf, die Halt bietet auch wenn man die Kamera einhändig bedient. Negativ ist uns die etwas leichtgängige Klappe aufgefallen, hinter der sich Akku und Speicherkarte verbergen. Die Klappe muss zum Öffnen nach vorne geschoben werden, was uns unbeabsichtigt einige male passierte, wenn wir die Kamera aus der Tasche holten. Weder Speicherkarte noch Akku kann herausfallen, weil diese zusätzlich arretiert sind, die Klappe könnte aber leicht abbrechen.

Sinnvoller wäre es gewesen, die Klappe zur Seite öffnen zu können. Ansonsten ist die R7 gut verarbeitet und macht einen soliden Endruck. Der Zoommotor der Kamera ist im Betrieb verhältnismäßig laut. Um die Zoomfunktion präziser steuern zu können, stehen drei Einstellungen zur Verfügung: Hohe Geschwindigkeit, Niedrige Geschwindigkeit und Stufenzoom (28, 35, 50, 85, 105, 135 und 200 mm). Dabei stellte sich für uns die Option „Niedrige Geschwindigkeit“ als praktikabelste heraus, um den gewünschten Bildausschnitt zielgerichtet auswählen zu können.

ricoh_caplio_r7_beispiel28mm.jpg

Bei 28mm Brenweite (bezogen auf Kleinbild) lässt sich “viel” aufs Bild bringen. Einen so großzügigen Weitwinkelbereich bieten nur wenige Kompaktkameras an. (”My-Modus” der Caplio R7, Blende f.5,0, 1/500 Sek., ISO 64,)

Der Autofokus arbeitet bei gutem Licht zügig und präzise und auch die Auslöseverzögerung liegt im Bereich anderer Kameras in dieser Klasse. Bei statischen Motiven wird man in der Regel keine Probleme bekommen. Hingegen stellen sich bewegende Objekte –insbesondere schnelle- für alle Kameras dieser Klasse ein Problem dar und man kann nur dazu raten, wenn man bspw. spielende Kinder fotografiert, auf einen bestimmten Punkt vorab zu Fokussieren (Auslöser halb durchdrücken und gedrückt halten), das Objekt mit der Kamera zu Verfolgen (Mitziehen) und erst dann auszulösen. Hält man die Auslöseverzögerung durch das vorherige Fokussieren gering, sind auch mit Kompaktkameras, so auch mit der R7, durchaus Action-Fotos in Grenzen möglich. Erwähnenswert: Im Makromodus der R7 lässt sich ein Motiv bei größter Winkeleinstellung aus einer Entfernung von nur 1cm anvisieren und Aufnehmen. Nutzt man das Telemakro können Motiv aus einer Entfernung von 25cm anvisiert werden. Damit ist die Kamera durchaus für ansehnliche Makrofotos von z.B. Blumen, Insekten oder Produkten für Auktionen etc. geeignet.


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2 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. D. Müller:

    Erstmal Danke für den angenehm ausgewogen und objektiv geschriebenen Test der “Ricoh Caplio R7″! Denn oftmals wird bei dieser Cam-Serie aufgrund leichter Schwächen (die im übrigen Fabrikate anderer Hersteller auch haben) das Teil zu unrecht, wie ich finde, abgewertet. Jedoch habe ich einen Punkt an dem ich mit der Aufzählung der techn. Daten nich ganz einverstanden bin: “Zudem bietet sie einen optischen Bildstabilisator” - Wäre wohl zu schön gewesen um wahr zu sein…denn optischer Stabi ist meines Wissens ja ne’ Verwacklungskorrektur im Objektiv - Ergo die R7 hat “nur” einen elektron. Stabi - was natürlich auch besser ist als keiner, wie meine bisherige - die “R2″…..Also dann: Allen R7-Usern, nebst mir selbst: Immer paar handvoll Sunlight vor’m Objektiv für schnucklige Weitwinkel-Pics….!

  2. Redaktion Digiklix.de:

    Nein, dass ist schon korrekt. Ob sich nun Teile im Objektiv bewegen, oder der Sensor (CCD-Shift), wie es bei der R7 der Fall ist, man spricht dann von einer optischen Bildstabilisierung.

    Es ist richtig das der bewegliche Sensor elektronisch gesteuert ist. Würde man aber sagen, sie hat eine elektronische Bildstabilisierung könnte man das auch leicht mit einer “Pseudo-Bildstabilisierung” (Erhöhung der ISO-Werte) verwechseln.

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