Wir hatten die Möglichkeit Canons „Mittelklasse-Kamera“ EOS 40D über mehrere Wochen in der Praxis zu testen. Dabei kamen unterschiedliche Objektive zum Einsatz, es wurde bei Nebel, Regen, strahlendem Sonnenschein, nachts und im Studio fotografiert. Wir konnten uns ein Bild von der Kamera und mehrere Hundert Fotos mit der Kamera machen.
Wie wir es bereits im Vorfeld vermutet hatten, handelt es sich bei der EOS 40D um eine konsequente Weiterentwicklung der EOS 30D mit einer zeitgemäß angepassten Ausstattung. Die Auflösung wurde von 8- auf 10 Megapixel gesteigert, der Kamera wurde ein 3 Zoll Monitor mit einer Auflösung von 230.000 Pixel spendiert, welchen man nun auch als Sucherersatz nutzen kann (Live-Bild) und der Sensor bzw. der Tiefpassfilter wird bei der 40D kräftig durchgeschüttelt (Sensorreinigung) um Fotos länger ohne unschöne Flecken aufnehmen zu können.
Zudem wurde die Aufnahmegeschwindigkeit erhöht. 6,5 Bilder sollen sich laut Canon pro Sekunde (gemessen etwa 4,5) im Serienbildmodus aufnehmen lassen und bevor auf die Speicherkarte zugegriffen wird, landeten bei unserer Messung etwa 70Bilder im JPEG-Format oder etwa 18 Bilder im Raw-Format im Zwischenspeicher der Kamera. Zahlreiche weitere Veränderungen bzw. Verbesserungen gegenüber der EOS 30D wurden im Detail vorgenommen. Vermissen lässt die Kamera einen Bildstabilisator und einen schwenkbaren Monitor, der die Nutzung des Live-Bildes aufwerten würde.
Gut eingepackt
Das Gehäuse der 40D basiert auf einem massiven „Metallgerüst“ (Magnesiumlegierung), ergänzt durch hochwertige Plastikteile. Zudem wird die 40D durch das Abdichten diverser Öffnungen besser vor Umwelteinflüssen geschützt. Staub und Feuchtigkeit sollen der Kamera nicht so schnell etwas anhaben können, trotzdem ist anzuraten, diesen Schutz nicht zu strapazieren, denn im Vergleich zu anderen Herstellern hat
Canon hier leider nur halbherzige Arbeit geleistet. Die Kamera ist zwar staubdicht und gegen (ein wenig) Feuchtigkeit geschützt, Spritzwasser kann sie allerdings nicht vertragen. Ein Schwall Wasser oder etwas stärkerer Regen könnte durchaus bspw. im Bereich der Speicherkartenklappe oder am Akkufach eindringen, denn richtige Gummidichtungen bzw. eine konsequentere Abdichtung wie man sie bspw. bei der Pentax K10D findet fehlen bei der 40D.
Nichts desto Trotz macht das Gehäuse der EOS 40D einen hochwertigen Eindruck. Im Vergleich zu einigen Konkurrenten, wo man auch schon mal auf Chromapplikationen oder Hochglanzplastik setzt, präsentiert sich die Kamera optisch schlicht. Nimmt man die Kamera in die Hand, „passt sie wie angegossen“. Das sollte bei allen Personen mit durchschnittlich großen Händen der Fall sein. In Punkto Ergonomie hat Canon ganze Arbeit geleistet. Nicht nur das sich die Kamera ideal der Hand anpasst, die Griffigkeit wird durch eine üppige Gummierung erhöht und alle relevanten Bedienelemente sind gut erreichbar.
Die Kamera bietet somit eine sehr gute Grifffläche, so dass bei der 40D ein Batteriegriff, wie man ihn bei kleineren DSLR-Modellen gerne einsetzt um die Griffigkeit und die Haptik zu verbessern, hauptsächlich den Zweck erfüllt für mehr Kapazität zu sorgen. Allerdings kann auch der Hochkantauslöser des optional erhältlichen Batteriegriffs für den ein oder anderen interessant sein.




Dezember 27th, 2007 at 2:09 pm
Hallo,
habe mir gerade die Testbilder angesehen.
Komme von einer Olympus C5060 auf die EOS 40D mit CANON 17-40mm 4 L USM. Die C5060 macht schärfere Bilder.
Empfinde auch bei meinen ersten Bildern Unschärfe. Was kann man tun, um die Qualität zu verbessern?
Gruß
Dezember 27th, 2007 at 2:35 pm
Hallo,
- Schärfe kameraintern erhöhen und/oder in einer Bildbearbeitung “Unscharf Maskieren”.
- Im RAW-Format Fotografieren und bei der “Entwicklung” Nachschärfen.
Letzteres ist meines Erachtens die optimale Lösung, nicht nur was die Schärfe anbelangt.