Zeitlich in etwa so wie wir es erwartet haben, hat Canon heute die EOS 40D als Nachfolgerin der EOS 30D vorgestellt. Mit den Ausstattungsmerkmalen 10,1 Megapixelsensor mit Reinigungsfunktion, 3 Zoll Monitor mit Live-Bild, DIGIC-III-Bildprozesser, verbesserter Autofokus und einer höheren Geschwindigkeit, um nur einige zu nennen, soll die EOS 40D nun die Lücke zwischen der 400D und der “Profiklasse” schließen.
Wir haben die EOS 40D bereits getestet.
Die EOS 40D soll von der EOS-Technologieplattform profitieren, die bereits vor wenigen Monaten mit der EOS 1D Mark III zur Markteinführung kam. Der Canon DIGIC III Prozessor soll auch in der D40 für hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und optimierter Farbwiedergabe sorgen. Neu ist auch die Möglichkeit, in der Livebild-Funktion per Autofokus zu fokussieren. Das EOS-Integrated-Cleaning-System kommt wie schon in der EOS 400D und in der EOS-1D Mark III auch in der 40D zum Einsatz. Das Chassis aus Magnesiumlegierung soll für lange Haltbarkeit sorgen. Akku- und Speicherkartendeckel sind gegen Wettereinflüsse geschützt.
Der Canon CMOS-Sensor der dritten Generation weist gegenüber seinem Vorgänger ein neues Pixeldesign auf, wodurch das Bildrauschen weiter reduziert werden soll. Die EOS 40D soll so auch bei ISO 1600 eine exzellente Bildqualität liefern. Bei Bedarf kann die Empfindlichkeit auf ISO 3200 erhöht werden. Der Tonwert-Priorität-Modus bietet ab ISO 200 die Möglichkeit zur Erweiterung des Dynamikbereiches in den Lichtern – ein interessantes Detail für Hochzeits- und Landschaftsfotografen: Die Aufnahmen sollen mit verbesserter Detailzeichnung, beispielsweise bei Hochzeitskleidern, Wolken und anderen hellen Objekten überzeugen.
Der DIGIC-III-Prozessor ermöglicht Reihenaufnahmen mit bis zu 6,5 Bildern pro Sekunde, der Pufferspeicher hat eine Kapazität für bis zu 75 Large JPEG-komprimierte Aufnahmen und bis zu 17 Aufnahmen im RAW-Format. Bilder werden mit einer Farbtiefe von 14 Bit pro Farbkanal verarbeitet – das soll eine deutlich höhere Farbdynamik, feinste Farbabstufungen und außergewöhnlich präzise Farben sicher stellen.
Neues AF-System mit Kreuzsensoren
Das neue Autofokus-System mit Kreuzsensoren und neun AF-Messfeldern soll bei der D40 eine zusätzliche, deutliche Verbesserung sein. Alle neun AF-Messfelder stellen sowohl auf horizontale als auch auf vertikale Bildstrukturen scharf.
Die Livebild-Funktion soll das Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven und Standorten ermöglichen, zum Beispiel bei Makro-Aufnahmen in Bodennähe oder bei Aufnahmen mit Stativ. Livebild – das bedeutet: Das 3,0 Zoll LC-Display zeigt das Bild in Echtzeit, dazu werden bei Bedarf Gitternetzlinien zur Ausrichtung von Linien oder ein Live-Histogramm als Entscheidungshilfe für die Belichtung eingeblendet.
Neu dabei: Bei Betätigung der AF-ON-Taste kann der Autofokus aktiviert werden, der gewöhnlich beim Einsatz der Livebild-Funktion nicht arbeiten kann, da der entsprechende Sensor durch den Spiegel verdeckt wird. Wird die AF-ON-Taste betätigt, schwenkt der Spiegel kurz weg. Die Bildwiedergabe setzt einen Moment aus, um dann sofort wieder mit fokussiertem Bild zu erscheinen. Beim Einsatz im Studio empfiehlt sich die Remote-Livebild-Funktion zur Kontrolle der Bildkomposition, Änderung der Einstellungen und zur Aufnahmesteuerung über den PC beziehungsweise Mac.
Umfassende kreative Möglichkeiten
Die EOS 40D lässt sich umfassend auf die individuellen Gewohnheiten des Fotografen anpassen. Auf dem Modus-Wählrad sind neben den EOS-typischen Aufnahmeprogrammen auch drei Einstellungen für benutzerdefinierte Aufnahmeprofile angelegt. Zusätzlich kann über die Registerkarte „My Menu” schneller Zugriff auf häufig benutzte Einstellungen „hinterlegt” beziehungsweise abgespeichert werden. Darüber hinaus ermöglichen 24 Custom-Funktionen eine Feinabstimmung der Bedienelemente.
Zwei optional erhältliche Wechsel-Mattscheiben stehen zur Verfügung: Ef-D mit Gitternetzlinien für Architekturfotografie und Ef-S für manuelle Fokussierung bei Makro- und Portraitaufnahmen. Auch an der Bedienung des Systemzubehörs wurde gearbeitet: Die Einstellungen für das Speedlite 580EX II und den neuen Wireless File Transmitter WFT-E3 sind direkt über das LC-Display möglich. Die EOS 40D ist mit dem EOS-Integrated-Cleaning-System ausgerüstet, das für die Minimierung von Staubpartikeln auf dem Bildsensor sorgen soll. Basierend auf eingehenden Untersuchungen der Ursachen für Staubpartikel in digitalen Spiegelreflexkameras kommen bei Canon zur Lösung dieses Problems drei Verfahren zum Einsatz: Minimierung, Abstoßung und Entfernung. Als Ergänzung dieser Funktionalität hat Canon außerdem ein internes, softwareseitiges Dust-Delete-Data-System (Datensystem zur Entfernung von Staub) entwickelt, das in der Lage sein soll, die Position jedes sichtbaren Staubteilchens auf dem Sensor zu erfassen. Diese Staubteilchen können dann mithilfe der Digital-Photo-Professional-Software nach der Aufnahme automatisch entfernt werden.
Wireless File Transmitter WFT-E3
Mit dem Wireless File Transmitter WFT-E3 stellt Canon ein weiteres Produkt vor. Der für die EOS 40D ausgelegte Transmitter dient dem schnellen drahtlosen Bildtransfer zum FTP-Server und der bidirektionalen Kommunikation per PTP und HTTP. Per HTTP-Protokoll kann auch aus der Entfernung per Browser der Auslöser betätigt oder können Bilder von der Kamera herunterladen werden. Das PTP Protokoll ermöglicht die drahtlose Steuerung der 40D über die im Lieferumfang enthaltene Software EOS Utility.
Für größere Shootings lässt sich am WFT-E3 eine externe Festplatte (nicht im Lieferumfang enthalten) anschließen. Darüber hinaus können GPS-Positionsdaten mit dem exakten Standort der Aufnahme in der EXIF-Information der Bilddatei abgelegt werden – dies setzt allerdings den Anschluss eines kompatiblen GPS-Systems voraus (nicht im Lieferumfang enthalten). Der mit Dichtungen gegen Wettereinflüsse geschützte Transmitter ist darüber hinaus als praktischer Griff mit Einstellrad und Auslöser bei Hochformataufnahmen verwendbar.
Lieferumfang
Die EOS 40D wird mit umfangreicher Software für den optimierten Workflow geliefert. Dazu gehört Digital-Photo-Professional, eine leistungsstarke Anwendung für die umfassende RAW-Bildbearbeitung. DPP ist konsequent auf Kamerafunktionen wie Staublöschungsdaten und Picture Styles ausgelegt. Anwender können jetzt über die mitgelieferte Software „Picture Style Editor” ihre eigenen Picture Styles anlegen. Ebenfalls im Lieferumfang der Kamera enthalten: EOS Utility, ImageBrowser/ZoomBrowser und PhotoStitch.
Die EOS 40D soll ab voraussichtlich Oktober 2007 für 1.299,- Euro im Hnadel verfügbar sein.





August 22nd, 2007 at 1:09 pm
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September 29th, 2007 at 9:30 pm
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