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fedstereo.jpgDreidimensionale Bilder faszinieren jeden Betrachter. Viele Menschen vermuten hinter der Herstellung derartiger Aufnahmen extrem komplizierte Technik und einen großen Aufwand. Dabei können Sie 3D-Fotos, besser gesagt Stereofotos, mit jeder beliebigen Kamera aufnehmen! In diesem zweiten Teil des Artikels geht es um die Aufnahmepraxis. Sie erfahren wie sie mit nur einer Kamera -egal welchen Typs- Stereofotos schießen können.

Hier finden Sie “Die dritte Dimension – Fotografieren in 3D (Stereofotografie Teil 1)

Abbildung oben: Russische Stereokamera (FED) aus den 80er-Jahren (Foto Gordon Hölsken)

Ohne zusätzliches Wissen über den Bildinhalt kann man aus einem einzelnen Bild keine Information über die Entfernung der Objekte von der Kamera gewinnen und somit auch keinen Raumeindruck erzeugen. Um einem Bild Dreidimensionalität zu verleihen, werden 2 Halbbilder aus leicht unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen benötigt. Als optimaler Aufnahmeabstand (Stereobasis), also die Entfernung von Objektiv zu Objektiv, werden allgemein 65mm angegeben, da dieser Abstand unserem Augenabstand -im Schnitt 63mm- am ehesten gerecht wird und naturgetreue Stereoaufnahmen ermöglicht.

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So wie hier zwei analoge Sucherkameras auf einer Schiene montiert wurden, lassen sich theoretisch auch Digitalskameras zu einem sogenannten Stereogespann verbinden. Kann man beide Kameras gleichzeitig auslösen, z.B. via Fernbedienung, lassen sich auch bewegte Objekte Fotografieren. Landschaften, Stilleben, Gebäude etc., lassen sich aber auch mit nur einer Kamera in 3D ablichten. (Foto Gordon Hölsken)

Stereoaufnahmen mit jeder Kamera

Stereoaufnahmen sind nicht nur mit einer speziellen Stereokamera zu realisieren. Jede herkömmliche Kamera ist geeignet. Die Aufnahmetechnik mit einer Kamera wird als „Verschiebe-Technik“, oder auch als „Sukzessiv-Technik“ bezeichnet“. Da es bei dieser Technik erforderlich ist, die Kamera zwischen den Aufnahmen zu bewegen, liegt der gravierernste Nachteil dieser Technik auf der Hand: Es sind nur Aufnahmen von unbeweglichen Objekten möglich. Da in der Regel niemand zwei identische Kameramodelle sein eigen nennt, um diese zu einem Stereogespann zu koppeln, was durchaus möglich ist, gehen wir im Folgenden auch nur auf die Möglichkeiten ein, Stereofotos mit nur einer Kamera aufzunehmen.

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Im Idealfall setzt man für stereoskopische Aufnahmen mit einer Kamera ein Stativ mit einem Einstellschlitten (Makroschlitten) ein, auf dem die Kamera um die Stereobasis verschoben werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer so genannten Stereowippe, auf der die Kamera montiert und genau um die Stereobasis von links nach rechts „gewippt“ werden kann. Derartige Stereowippen sind in der Regel nur noch gebraucht zu bekommen, oder müssen selber gebaut werden und sind weniger flexibel, als ein Einstellschlitten. Improvisiert gelingen erste Aufnahmen deutlich einfacher und ohne zusätzliche Hilfsmittel. Die Ergebnisse sind nicht perfekt, können sich mit ein wenig Übung aber durchaus sehen lassen.


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