Im ersten Teil unseres Makro-Spezial sind wir auf die „Hardware“, also auf Kameras, Objektive, Linsen und Konverter eingegangen, welche für die Makrofotografie benötigt werden. Im zweiten Teil haben wir die fotografische Praxis ins Visier genommen und Tipps und Tricks für gelungene Makrofotos gegeben. In diesem dritten Teil geht es in erster Linie um die – nicht nur im Bereich der Makrofotografie – wichtigste Grundvoraussetzung für gelungene Fotos, nämlich das Licht. Zudem finden Sie zusätzliche Tipps zum Thema.
Den ersten Teil unseres Makro-Spezial finden Sie hier.
Den zweiten Teil unseres Makro-Spezial finden Sie hier.
Um im Bereich der Makrofotografie Licht, bei innen oder Außenaufnahmen, zu „lenken“ können Sie mit Aufhellkartons, Spiegeln oder Reflektoren arbeiten und so z. B. Ihren Küchentisch mit wenig Aufwand in ein kleines Fotostudio verwandeln. Tageslicht welches durch ein Fenster einfällt können Sie mittels Aufhellkartons (einfache weiße Pappe), oder mittels eines Reflektors oder eines Spiegels bzw. mehrerer Spiegel so beeinflussen, dass Ihr Motiv optimal ausgeleuchtet wird. Ein solcher Aufbau ist gut geeignet um beispielsweise Blumen oder einen anderen gestellten Aufbau (Tabletop) zu fotografieren, genau so lassen sich aber auch Produktfotos z.B. für E-Bay-Auktionen oder einen Webshop realisieren.
Auch für Outdoorfotos ist ein kleiner Reflektor oder eine Pappe mit Alufolie überzogen gut geeignet und kann bei Aufnahmen von Pflanzen, Insekten etc. sehr hilfreich sein. Liegt ein interessantes Motiv im Schatten, kann man mittels Reflektor ggf. Licht auf das Motiv lenken, oder die Helligkeit im Bereich eines bestimmten Details erhöhen.
Tipp: Auf digiklix.de haben wir bereits einen Faltreflektor vorgestellt, welcher sich auch sehr gut für die Makrofotografie eignet. Hier mehr dazu…
Ein Aufbau für das Ausnutzen von Tageslicht in Innenräumen kann z. B. Folgendermaßen aussehen; Sie haben durch ein Fenster Lichteinfall von der Seite. In der Nähe des Fensters plazieren Sie einen Tisch bzw. einen Aufnahmetisch auf dem Sie ein Objekt z. B. mit einer Klemmhalterung befestigen können. Als Hintergrund können Sie eine beliebig gefärbte Pappe verwenden. Um zu starken Lichteinfall z. B. bei direkter Sonneneinstrahlung zu vermeiden, können Sie das Fenster mit einem transparenten Mattpapier abkleben. Direkt neben dem Objekt
arbeiten Sie entweder mit einem Spiegel oder einem Aufhellkarton um das Licht wunschgemäß auf das Objekt zu lenken. Plazieren Sie die Kamera entweder auf einem Tischstativ oder auf einem Stativ direkt vor dem Tisch. Mit diesen einfachen Mitteln gelangen Sie zu einem „Tageslichtstudio“ für Makroaufnahmen. Selbst wenn Sie kein Stativ zur Hand haben, können Sie sich bei einem derartigen Aufbau behelfen, indem Sie die Kamera z. B. auf einem Bücherstapel plazieren. Egal ob Sie mit einem Stativ oder einer behelfsmäßigen Lösung arbeiten, nutzen Sie immer den Selbstauslöser, um das Verwackeln zu vermeiden.
Fotostudio aufstocken
Wer sein Fotostudio aufwerten möchte kann zu diversen Tageslichtlampen greifen, welche im Fotohandel erhältlich sind. Ebenso gibt es spezielle Blitzgeräte für die Tabletop bzw. Produktfotografie oder man nutzt das Systemblitzgerät der Kamera. Mehr Informationen zum Blitzen im Makrobereich, finden Sie weiter unten. Einige dieser Lösungen haben wir bereits auf www.digiklix.de vorgestellt:
Test: Somikon Taschenstudio für Produktfotos
Dörr Mini Studio – Beleuchtungs Kit ideal für Produktfotos
In diesem Makrospezial haben wir bereits mehrfach erwähnt das, dass Licht im Bereich der Makrofotografie eine entscheidende Rolle spielt. Man kann nie genug Licht zu Verfügung haben um seine Motive Wunschgemäß in Szene zu setzen. Man sollte also meinen, dass ein strahlend sonniger Tag für Makroaufnahmen bestens geeignet ist. Doch das ist nicht der Fall. Die strahlende Mittagssonne im Sommer ist wie in den meisten anderen Fotosituationen auch, für die Makrofotografie denkbar ungeeignet. Das Licht ist zu „hart“, es entstehen unschöne Spiegelungen, harte Schatten und die Farben wirken unnatürlich. Allerdings kann man die Mittagssonne durchaus nutzen, wenn man sein Motiv z.B. mittels eines Lichtzeltes abdeckt, oder einen transparenten Reflektor nutzt. Ideal für die Makrofotografie ist allerdings ein bedeckter Himmel, der dennoch genug Licht „durchlässt“. Ebenso ist das Licht am Morgen und am Abend optimal geeignet. Um das Licht zu lenken, ist es wie bereits oben erwähnt ratsam einen kleinen Reflektor in der Fototasche zu haben. Ein Reflektor kann auch nützlich sein, um z.B. mit einem Systemblitz indirekt zu blitzen. Blitzgeräte lassen sich auch im Bereich der Makrofotografie sinnvoll einsetzen, im folgenden erfahren Sie mehr zu diesem Thema.
Seiten: 1 2
Artikel Drucken
Grundlagen und Artikel, News, Tipps Keine Kommentare »





Beitrag kommentieren