Käufer von Digitalkameras im Einsteigersegment müssen laut Samsung nicht selten mit zahlreichen Einschränkungen leben. Samsung will das Problem erkannt haben und präsentiert zur IFA eine Digitale im unteren Preissegment: die S85. Der Neuzugang will mit einer innovativen Mischung aus aktuellster Digitaltechnik und weit reichenden manuellen Optionen Käufer locken.
Der Benutzer kann sowohl die Schärfe als auch die Belichtung der S85 (8,2-Megapixel) auf Wunsch komplett selbst steuern. Darüberhinaus bietet die S85 Features wie die automatische Gesichtserkennung oder den Hochempfindlichkeitsbereich von ISO 1600, ASR-Verwacklungsschutz (Advanced Shake Reduction) oder die intelligenten Szeneprogramme für kinderleichte Topresultate bei bestimmten wiederkehrenden Aufnahmesituationen sind ebenfalls mit an Bord.
Das auf den CCD-Sensor abgestimmte SHD-Zoom (Super High Definition) soll mit seinem fünffach-optischen Brennweitenbereich von 38-190 mm (entsprechend Kleinbild) und hoher Lichtstärke (2,8 – 4,6) professionelle Qualität und weit reichende Möglichkeiten bei der Bildgestaltung anbieten. Seine Stärken soll der Brennweitenkönner auch im Nahbereich ausspielen, beispielsweise bei der Funktion Auto-Makro, die alle Nahmotive ab einer Entfernung von fünf Zentimetern scharfstellt, ohne dass der Fotograf extra die Makrofunktion aktivieren muss. Die automatische Scharfeinstellung misst die Motiventfernung – ähnlich wie bei einer Spiegelreflexkamera – durchs Objektiv (TTL – Through The Lens) und arbeitet somit auch bei den langen Brennweiteneinstellungen schnell und präzise.
Manueller Autofokus
Dank manueller Fokusfunktion (bequem einstellbar auf dem Moduswahlrad an der Oberseite) lässt sich der Autofokus (AF) ganz deaktivieren, und der Fotograf kann die Schärfe ab einem Zentimeter Entfernung (bei Weitwinkelstellung des Objektivs) komplett von Hand einstellen.
Die Sensorempfindlichkeit reicht von ISO 50 bis ISO 1600 und wird automatisch oder manuell in sechs Stufen eingestellt. Damit hat der Fotograf alle Lichtsituationen spielend im Griff und kann selbst bei spärlicher Beleuchtung noch ohne Blitz fotografieren. Neben den hohen Empfindlichkeiten soll die Samsung-ASR-Technologie (Advanced Shake Reduction) für sichere Schärfe bei allen Zoomeinstellungen und langen Verschlusszeiten sorgen.
Im ASR-Modus fertigt die S85 automatisch zwei Aufnahmen mit derselben ISO- und Blendeneinstellung vom Motiv an: eine unterbelichtete mit schneller Verschlusszeit für die Schärfeinformation und eine exakt belichtete, verwackelte Aufnahme mit langer Verschlusszeit für die Farbinformation. Diese beiden Bilder werden dann blitzschnell zu einem scharfen und perfekt belichteten Foto zusammengesetzt.
Ergänzend zum ASR bietet die Neuheit auch die pfiffige Wise-Shot-Funktion. Hier nimmt die Kamera ein Motiv ebenfalls zweimal unmittelbar hintereinander auf. Das erste Bild wird mit ASR, das zweite mit Blitzlicht gemacht, anschließend vergleicht die Kamerasoftware beide Ergebnisse und speichert das bessere Bild auf der Karte ab – komfortabler kann Belichtungssicherheit kaum sein.
Gespeichert werden Bilder und Filme wahlweise auf SD- oder MMC-Karten; außerdem können bei der S85 die neuen SDHC-Medien verwendet werden, die im Moment Kapazitäten von bis zu 4 Gigabyte bieten. Zur Not geht’s sogar ganz ohne, denn dank internem 20-MB-Speicher lassen sich auch dann noch Bilder und Filme speichern, wenn gerade einmal keine Karte zur Hand ist. Die Samsung S85 kommt im August 2007 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro in den Handel.





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