Viele Menschen verbinden Makrofotografie gleichsam mit dem Ablichten von Insekten und Blumen, doch auch banale Alltagsgegenstände werden im Makrobereich zu interessanten Motiven. Moderne Digitalkameras, auch günstigere, stellen fast durchweg einen Makromodus für Nahaufnahmen zur Verfügung. Nutzen Sie diesen Modus und beeindrucken Sie die Betrachter Ihrer Fotos mit ungewöhnlichen Ansichten.
Teil 2 Makro-Spezial finden Sie hier.
Teil 3 Makro-Spezial finden Sie hier.
Die Faszination der Makrofotografie liegt darin begründet, Details für das menschliche Auge sichtbar zu machen, die ihm normalerweise verborgen bleiben. Naturgemäß können wir als „Weitwinkelseher“ Details im Nahbereich nicht mit bloßem Auge erfassen. Die Scharfstellung der Augen versagt ab einem gewissen Abstand zum Objekt.
(Foto oben: Wassertropfen unter einem Duschkopf. (Gordon Hölsken))
Makrowelt
Nehmen wir Alltagsgegenstände mit der Kamera unter die Lupe, erschließt sich für den Fotografen und für den Betrachter eine neue Welt. Ein Badezimmerschwamm bspw. kann aussehen wie eine Mondlandschaft, ein Reißverschluß offenbart die Struktur seiner Zähne. Blumen und Pflanzendetails erscheinen im Nahbereich wie aus einer Traumwelt und Insekten sehen unter der „Makrolupe“ gruselig oder so interessant aus, das man gar nicht mehr davon ablassen kann, sie zu fotografieren.
Sie müssen allerdings nicht immer extrem nah heran gehen um Gegenstände in einer ungewöhnlichen Ansicht zu präsentieren, so können zum Beispiel auch Alltagsgegenstände wie Glühbirnen, Besteck u.s.w. fotogene „Modelle“ sein, wenn man sie richtig in Szene setzt. Der Nahbereich, der sich heutzutage mit fast jeder Digitalkamera erschließen läßt, bietet ein sehr interessantes Betätigungsfeld für den Fotografen.
In diesem ersten Teil des Makrospezials erfahren Sie, welche Ausrüstung Sie benötigen um in den Makrobereich vorzudringen.
Makros mit der Kompaktkamera
Die meisten aktuellen Digitalkameramodelle bieten einen Makromodus an, der es auch ohne den Einsatz von Spezialobjektiven, Makrokonvertern oder Nahlinsen erlaubt, Aufnahmen im Bereich von nur wenigen Zentimetern zum Objekt zu realisieren. Grundsätzlich ist es mit Kompaktkameras sogar einfacher Makrofotos aufzunehmen, als es mit digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) und insbesonder denen mit Vollformatsensor, der Fall ist. Hat man bei den DSLR-Modellen, bedingt durch die größeren Sensoren dieser Kameras, ständig mit der Schärfentiefe zu kämpfen, bieten die kleineren Sensoren der Konsumermodelle einen Vorteil. Je höher die Vergrößerung eines Objektes wird, desto geringer wird die erzielbare Schärfentiefe. Da die Sensoren von kompakten Kameras in der Regel deutlich kleiner sind, als die Sensoren der DSLR-Modelle, bieten diese Kameras von Haus aus den Vorteil einer höheren Schärfentiefe an.
Info: Unter Schärfentiefe versteht man die Zone eines Bildes, innerhalb derer ein Motiv scharf abgebildet wird. Die Ausdehnung der Schärfentiefe hängt neben der Größe des Kamera-Sensors auch von der Aufnahmeentfernung, von der Brennweite des Objektivs und von der verwendeten Blende ab.
Diese Tatsache gekoppelt mit dem Makromodus ermöglicht es, einfacher und günstiger in den Bereich der Makrofotografie einzusteigen, als es noch zu Analogzeiten möglich war bzw. mit einer digitalen Spiegelreflexkamera möglich ist.
Fast bei jeder aktuellen Digitalkamera lässt sich der Makromodus über das Symbol mit der Blume aktivieren
Nachteile der kleineren Sensoren
Es gibt allerdings auch Nachteile die, die geringen Sensor-Größe mit sich bringt. Zum einen sind die kleineren Sensoren „anfälliger“ für das Bildrauschen und zum anderen müssen die verwendeten Objektive mittels einer sehr kurzen Brennweite dafür sorgen, das ähnliche Abbildungsverhältnisse erreicht werden, wie im analogen Bereich auf einem Kleinbildfilm bzw. auf einem größeren Sensor. Das Problem dabei ist, das die Fertigung solcher Objektive in guter Qualität einen hohen Aufwand erfordert und somit einen hohen Kostenfaktor darstellt. Daher spielt die Objektivqualität auch bei digitalen Kompaktkameras eine wichtige Rolle, hier kommt es nicht allein auf die Anzahl der Megapixel an. Bei „besseren“ Kompaktkameras kommen in der Regel auch gute Objektive zum Einsatz und der gelungenen Makroaufnahme steht nichts im Wege.
Tipp: Wer sich für den Makrobereich interessiert und eine Kompaktkamera kaufen möchte, sollte speziell auf die „Makrofähigkeit“ der Kamera achten. Interessant ist hier, wie nah Sie mit der Kamera an ein Objekt heran können und ob der Makromodus z. B. nur in äußerster Telestellung bzw. in der Weitwinkelstellung oder über den gesamten Zoombereich genutzt werden kann. Auch eine optische Bildstabilisierung kann für die Makrofotografie sehr nützlich sein. Zudem können Sie darauf achten, dass die Kamera mittels Adapter oder Filtergewinde mit einer Nahlinse oder einem Makrokonverter ausgestattet werden kann.
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Juli 28th, 2007 at 2:24 pm
Suche Bilora Ringblitz,
oder Tipp für Vogelaufnahmen in Fotobox wie u.s.w.
Juli 29th, 2007 at 6:24 am
einfach einmal “bilora ringblitz” bei google eingeben, da wird man fündig!
Vogelaufnahmen in Fotobox, damit kann ich jetzt nichts anfangen!
MFG
Heiko
September 28th, 2007 at 11:01 pm
Hallo,
mein Kommentar bezihet sich jetzt auf die ganze Serie, die ich gelesen habe.
Ich muss sagen, sehr interessant! In dem ein oder anderen Buch zum Thema steht nicht mehr wissenswertes, obwohl der Umfang deutlich höher ist!
Viele Grüße
Hans (Macrofreund)