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aufbau_polfilter.jpgIm Gegensatz zu vielen anderen Foto-Filtern die für Digitalkameras keine Rolle mehr spielen, kann ein Polfilter eine sehr sinnvolle Ergänzung für Ihre Kameraausrüstung sein. Wir sagen Ihnen, ob sich der Kauf eines solchen Filters speziell für Sie überhaupt lohnt. Zudem gehen wir einigen „Mythen“ rund um das Polarisationsfilter auf den Grund.

Die grundlegende Funktionsweise und der Einsatzzweck eines Polfilter ist schnell erklärt. Polfilter entfernen bzw. verringern in erster Linie Reflexionen auf Wasser, Glas oder anderen glatten, nicht metallischen Oberflächen. Man verwendet Polfilter also hauptsächlich zum Entfernen von Reflexionen, wenn man z.B. durch eine Fenster- oder eine Schaufensterscheibe fotografieren möchte. Genauso lassen sich Spiegelungen auf einer Wasseroberfläche abschwächen oder ganz ausschalten.

Auch im Bereich der Produktfotografie lassen sich Polfilter sinnvoll einsetzen um z.B. Spiegelungen auf Plastik, Glas etc. zu reduzieren. Umgekehrt können Spiegelungen auf Wasser, Glas, Lack und Kunststoffen auch verstärkt werden, wenn das Filter um 90Grad zur reflexmindernden Position gedreht wird. Zudem kommen Farben und Kontrast durch den Einsatz eines Polfilter besser zur Geltung.

spiegelung_pol.jpg

Die klassische Anwendung eines Polfilters ist das “entspiegeln”. Ist das Filter entsprechend eingestellt, lassen sich Spiegelungen auf Glas ausschalten und Sie können durch Scheiben hindurchfotografieren. (Foto: Gordon Hölsken)

Der berühmte blaue Himmel

Der berühmte, dunkel blaue Himmel und die Verstärkung der Wolkenzeichnung, so wie sattes grün bei Pflanzen, welche man mit einem Polfilter ebenfalls erzielen kann, ist ein weiteres Einsatzgebiet. Für viele Fotografen ist dieses Merkmal sogar der ausschlaggebende Grund für den Kauf eines Polfilters. Allerdings ist hier zu bedenken, dass sich eine erhöhte Farbsättigung und die Anhebung des Kontrastes auch mit einer Bildbearbeitungssoftware recht einfach realisieren lässt. Spiegelungen auf Objekten lassen sich jedoch so gut wie gar nicht nachträglich entfernen.

blauer_himmel_pol.jpg

Verwendet man ein Polfilter und die interne Bildbearbeitung der Kamera sättigt zusätzlich Farben und Kontrast, kann dies bonbonbunte Fotos zur Folge haben. TIPP: Stellen Sie bei Verwendung eines Polfilters die Kamera auf neutrale Werte ein, wenn Sie nicht sowieso im RAW-Format Fotografieren. (Foto: Gordon Hölsken)

 


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9 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Bernd:

    Einer der umfassendsten und aufschlussreichsten Artikel, den ich im Netz zum Thema Polfilter gefunden habe und bei dem ich selbst als langjähriger Fotograf noch den einen oder anderen mir unbekannten Tip gefunden habe. Im allgemeinen eine wirklich gute Fotoseite, die ich da soeben entdeckt habe. Weiter so!

    Bernd Siering

  2. mentos:

    Kann ich mich nur anschließen, sehr aufschlussreiche Informationen zum Thema Polfilter.

    Grüße Micha

  3. Holger Falz:

    Bin gerade dabei,in das sehr umfangreiche Thema,Fotografie, einzusteigen.Habe ebenfalls heute Eure Seite entdeckt,da ich mich über Polfilter kundig machen wollte.Fand den Artikel sehr gut und für Neueinsteiger auch verständlich.Werde Euch in Zukunft bestimmt öfter besuchen.

    Grüße Holger Falz

  4. Jens:

    Hallo,

    meinen Vorrednern möchte ich mich anschließen: Der Artikel ist verständlich, sehr informativ und vor allem auf den Punkt gebracht.

    Habe mir vor kurzem eine Spiegelreflex-Kamera mit Polfilter gekauft und weiß nun umso besser, wie man einen solchen Filter richtig handhabt. Danke!

  5. Stephan:

    Der Artikel ist insgesamt sehr interessant und aufschlussreich.
    Zwei Sachen aber: “Der” Filter - nicht “das”
    und (tut dem Physiker fast schon weh) ein Photon schwingt nicht!
    Elektromagnetische Wellen sind keine schwingenden Photonen!
    Aber wie gesagt, den fototechnischen Informationsgehalt trübt das keineswegs!

  6. Redaktion Digiklix.de:

    @Stephan

    danke für den Kommentar!

    >>>“Der” Filter - nicht “das”< <<

    Der Duden sagt, dass es "der Filter" heißt, in technischen Bereichen aber meist "das Filter" benutzt wird. Ich denke es ist Auslegungssache, benutze aktuell aber auch meist "der Filter", weil es sich "besser" anhört.

    >>>(tut dem Physiker fast schon weh) ein Photon schwingt nicht!< <<

    Wie wäre denn die korrekte Aussage zu der angesprochenen Text-Passage von einem Physiker? (Hatte meine Infos dazu seinerzeit von Zeiss) Würde ich dann ggf. gerne korrigieren :)

    Gruß
    -gh

  7. Stephan:

    Eine elektromagnetische Welle ist eine Welle aus gekoppelten E- und B-Feldern, die sich ohne ein Trägermedium ausbreitet.
    Ginge man von schwingenden Lichtteilchen aus, würde das mit dieser Eigenschaft im Widerspruch stehen. Die Polarisation des Lichts ist also die Richtung der Schwingung des E-Feldes (und somit auch des senkrecht dazu angeordneten B-Feldes) und nicht der Photonen.
    Photonen kommen ins Spiel um bestimmte Eigenschaften von elektromagnetischen Wellen zu beschreiben.
    Man betrachtet dann Licht als von Photonen “zusammengesetzt”. Es bleiben aber trotzdem die Welleneigenschaften wie Interferenz bestehen (Welle-Teilchen-Dualismus).
    Einfach ein bisschen nachlesen. Es gibt genug Material darüber. Aber schwingende Photonen sind halt schlicht weg falsch, auch wenn die Inof von Zeiss kommt, da hat dann scheinbar einer im Studium nicht recht aufgepasst….
    Beim Filter hab ich jetzt auch nochmal nachgeschaut - da hab ich was gelernt - der Filter filtert Materielles, das Filter Immaterielles. In diesem Fall dann tatsächlich das.

  8. Redaktion Digiklix.de:

    ich werde versuchen es mir anzulesen ;) (gh)

  9. Stephan:

    Genau genommen ist´s ja eh egal ;)
    Das Prinzip is die eine Richtung der E-Feldschwingung wird durchgelassen die senkrecht dazu orientierte gesperrt. Und es schwingt eben der Feldvektor und keine Teilchen das reicht es zu wissen.

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