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„Aufgedrehte“ und abgedrehte Lösungen

Im Handel sind weitere „Stativ-Lösungen“ erhältlich, welche insbesondere für den Einsatz unterwegs gedacht sind. Klein, leicht und immer dabei. Wir haben uns einige dieser Lösungen angesehen.

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Die Partylösung; haben Sie eine Flasche zur Hand, findet das „Flaschenstativ“ von Hama halt auf dem Flaschendeckel und eine kleine Kamera lässt sich auf einer gefüllten Flasche relativ sicher positionieren. (Foto: Hama)

Von Hama kommt eine Lösung für Partybesucher und Biertrinker, nämlich ein Stativaufsatz für Getränkeflaschen. Der Gummiaufsatz wird über den Flaschendeckel (max. Durchmesser: 3 cm) gestülpt und fertig ist das Flaschenstativ. Der Aufsatz ist mit einem Kugelkopf mit abnehmbarer Schnellkupplung (Feststellschraube) und A ¼ Gewindezapfen ausgestattet. Der Aufsatz wiegt 46 Gramm, womit er in der Tasche nicht ins Gewicht fällt. Die verwendete Flasche sollte natürlich immer gefüllt sein, um für Stabilität zu sorgen. Das „Flaschenkopfstativ“ ist sicher keine Profilösung, erweist sich aber in der Praxis als brauchbar für kleine Kameras. Mit knapp 16,- Euro ist dieses „Gimmick“ allerdings recht teuer.

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Eine „Stativ“ Lösung für Unterwegs kommt aus Kanada, „The Pod“ heißen die „Stativsäcke“, welche in drei unterschiedlichen Größen erhältlich sind und sich dank einer Granulatfüllung vielen Untergründen anpassen können. (Abbildung: www.thepod.ca)

The Pod

Ein Sack gefüllt mit bohnenähnlichem Kunststoffgranulat und ausgestattet mit ¼ Zoll Gewindezapfen, nennt sich „The Pod“ und ist in der größten erhältlichen Version auch für DSLR-Kameras geeignet. Der Sack kann bei Bedarf entleert und z. B. mit Reis oder Linsen wieder gefüllt werden. Genäht ist er aus stabilem wasserfesten Nylon und macht einen sehr robusten Eindruck. Durch die „bewegliche“ Füllung werden Bodenunebenheiten ausgeglichen und der Sack lässt sich auf Mauern, Zäunen oder z.B. zwischen Ästen platzieren. In der Praxis ist The Pod durchaus brauchbar und ab etwa 15 Euro in drei Größen zu haben.

Reisesets

Wer es klein und handlich mag und trotzdem für alle möglichen Situationen das passende „Stativ“ zur Hand haben möchte, kann auch auf Sets zurück greifen wie Sie z. B. von Cullmann oder Novofelx angeboten werden. Das Cullman Touring Set ist fünf teilig und enthält ein Tisch-, ein Saug- und ein Klemmstativ. Zudem ist ein Erdspieß und eine Holzschraube enthalten. Das Set ist für ca. 80 Euro erhältlich. Alle Lösungen im Set eignen sich eher für kleine bis mittelgroße Kameras.

Das „Photo-Survival-Kit“ von Novoflex kommt in einer Mappe mit Minidreibeinstativ, einem Saugstativ, einem Erdnagel und einer Universalklemme samt Kugelkopf daher. Auch mit diesem Set ist man unterwegs gut beraten. Die qualitative Ausführung ist besser als beim Cullman Set, der Preis liegt bei etwa 100 Euro. Das Novoflex-Set ist auch für größere Kameras geeignet. Der Hersteller nennt eine Belastbarkeit von etwa 3 Kg. Insbesondere beim Saugstativ können wir allerdings nicht empfehlen eine größere Kamera irgendwo „anzusaugen“, dass Risiko, das diese fällt, ist einfach zu hoch. Gleiches gilt natürlich auch für das Saugstativ von Cullmann. Die Saugstative bieten sich zum Einsatz auf glatten, horizontalen Flächen (z. B. Autodach) an. Im Handel sind die Lösungen, wie wir Sie hier im Set vorgestellt haben, also Saug- und Klemmstative, so wie Erdspieße auch einzeln erhältlich, sodass man nicht unbedingt auf eines der teuren Sets zurückgreifen muss, wenn man diverse Lösungen eh nie benötigt.

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Gorillapod SLR, der große Bruder des Gorillapod hält auch größerer Kameras relativ sicher, zeigt sich aber in der Anwendung „kniffelig“. Trotz etwas hohem Preis einem einfachen Dreibeinstativ für die Fototasche vorzuziehen. (Foto: Gordon Hölsken)

Gorillaarme SLR geeignet

Gorrilapod und Gorrilapod SLR heißen die Stativlösungen von Joby, welche in Deutschland von HaPa-Team vertrieben werden. Beim kleinen 45 Gramm leichten und 15cm hohen Gorillapod handelt es sich um ein Stativ für kleine Kameras. Die Stativbeine bestehen aus je zehn Kugelgelenken, die sich um je ca. 45 Grad gegeneinander nach allen Seiten abwinkeln lassen. Das verleiht jedem einzelnen Objektivbein Flexibilität, sodass sich das Gorrilapod fast jedem Untergrund anpassen lässt und an zahlreichen Gegenständen „festgeklemmt“ werden kann. So lässt sich das Stativ auf einem Tisch, dem Boden oder einer Mauer platzieren und kann an fast allem befestigt werden, um das seine Beine sich schlingen können. Das kann z. B. ein Ast ein Zaunpfahl oder der Außenspiegel vom Auto sein. Diese Eigenschaften treffen auch auf das Gorillapod SLR (einen Test finden Sie bei digiklix.de hier) zu, welches wie der Name schon sagt, für größere Kameras wie etwa Spiegelreflexkameras konzipiert wurde. Das Gorillapod SLR ist 25cm lang und wiegt 165 g und soll Kameras bis zu einem Gewicht von etwa 1,1 kg sicher halten können.

Beide „Klammeraffen“ sind mit einem Kugelkopf ausgestattet, der mit einem Schnellkupplungssystem versehen ist. Nach einem Druck auf einen Entriegelungsknopf lässt sich die Kupplungsplatte mit dem A ¼ Gewindezapfen entnehmen und unter die Kamera schrauben. Die Kamera lässt sich dann wieder aufs Stativ setzen und rastet dabei ein. Über einen Entriegelungsring, welcher leider etwas schwierig zu bedienen ist, lässt sich die Kamera noch gegen versehentliches Herausrutschen sichern. Letzteres ist allerdings nicht das größte Problem. So flexibel die beiden „Klammeraffen“ auch sind, in der Praxis gestaltet sich die Handhabung als „kniffelig“, insbesondere dann, wenn es darum geht, die Drei beine an einem Gegenstand zu befestigen. Hat man es geschafft Stativ mit Kamera z. B. an einem Ast einigermaßen sicher zu befestigen und will die Kamera dann auf das Motiv ausrichten, passiert es häufig, dass die ganze Angelegenheit wieder locker wird und die Beine erneut fest angedrückt werden müssen. Der Preis fällt mit rund 25,- Euro für die kleine Variante und mit etwa 45,- Euro für das Gorillapod SLR unserer Meinung nach zu hoch aus.


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