Gerade auf Reisen sind sperrige und schwere Dreibeinstative unbeliebt und trotzdem wird ein Stativ für viele Aufnahmesituationen benötigt. Welche Alternativen bieten sich für die Reise, Wandertouren etc. an? Wir haben uns leichte, kleine und auch ausgefallene “Stative” für Sie angesehen und in der Praxis ausprobiert.
Im Idealfall steht ein Stativ stabil auf drei Beinen und ist so hoch, dass es bereits ohne ganz ausgefahrene Mittelsäule die Kamera etwa in Augenhöhe bereitstellen kann. Der Vorteil dieser Lösung; die Kamera steht wackelfrei und der Fotograf kann bequem arbeiten. Der Nachteil; derartige Stative sind in der Regel schwer und zusammengeschoben immer noch so groß, dass Sie nicht einfach in einem Rucksack oder in der Fototasche transportiert werden können. Wer eine Wanderung oder eine Radtour unternimmt, eine Städtereise gebucht hat oder mit dem Flieger verreist, wird in den seltensten Fällen ein großes Stativ mitschleppen wollen.
Ärgerlich, wenn dann vor Ort interessante Motive nicht ohne Stativ fotografiert werden können. Der Handel hält die unterschiedlichsten Lösungen bereit um eine Kamera unterwegs für eine längere Belichtungszeit, oder für ein Selbstportrait positionieren zu können. Wir haben uns einige dieser Lösungen angeschaut und auch den Praxisnutzen unter die Lupe genommen.
Wenn es ein Tischstativ sein soll, gibt es auch hier stabile Varianten, welche auch größere Kameras sicher tragen können. Hier ein Tischstativ von Velbon (CX-460 Mini). (Foto:Velbon)
Tischstative für die Fototasche
Sogenannte Tischstative gibt es wie Sand am Meer. Meist handelt es sich um Dreibeinstative mit einem Kugelkopf, der sich arretieren lässt. Ein echtes Gimmick unter den Dreibeinstativen kommt von Hama. Beim Micro-Pod handelt es sich in der Tat um ein funktionsfähiges Mini-Dreibeinstativ mit Kugelneiger und 1/4-Stativgewinde, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Das Gewinde legt man durch Abdrehen einer „Plastikkappe“ frei, an der ein Schlüsselring befestigt ist. Ob man es glaubt oder nicht, das kleine Silber eloxierte Stativ hat ausziehbare Beine und erreicht so etwa eine Gesamthöhe von 10cm. Größere Kompaktkameras oder gar DSLR Kameras überfordern dieses kleine Dreibeinstativ. Für kleinere Kompaktkameras ist es aber bedingt geeignet. (Dieses Stativ haben wir bereits getestet)
Ein brauchbares Gimmick liefert Hama. Das Stativ für den Schlüsselanhänger. Bedingt ist es für kleine Kameras oder als Geschenk für Fotofreunde zu gebrauchen. (Foto:Hama)
Bedingt geeignet trifft übrigens auf fast alle „billigen“ Tisch-Stative zu, die oft komplett in Plastik ausgeführt sind. Ihr Eigengewicht ist einfach zu gering um eine Kamera wirklich sicher halten zu können. Selbst bei sehr kompakten Kameras ist ein sicherer Stand nicht immer gewährleistet und das besonders dann, wenn das Stativgewinde an der Kamera nicht genau in der Mitte sitzt. Schaut man sich kleine Kompaktkameras mit Stativgewinde an, ist das sogar sehr häufig der Fall. Wer seine Kamera einem solchen Stativ anvertraut, sollte es wirklich nur auf dem Tisch oder in Bodennähe einsetzen aber auf keinen Fall an Stellen, an denen die Kamera tief fallen kann.
Tiefer in die Tasche greifen
Orientiert man sich in der Preisklasse etwas nach oben, hält der Handel auch stabilere Tischstativ-Lösungen parat, die sich durchaus für unterwegs und auch für größere Kameras eignen. So gibt es z. B. Tischstative von Cullmann, Manfrotto u.s.w., welche durch hohes Eigengewicht oder durch ihre Konstruktion auch für größere Kameras geeignet sind. Die Preise liegen hier etwa zwischen 40-60 Euro. Achten Sie bei solchen Stativen auf die Tragfähigkeit, welche in der Regel angegeben wird. Gedacht sind solche Stative, wie der Name schon sagt, für Tabletopaufnahmen. Unterwegs können Sie aber auch sehr hilfreich sein, wenn man Aufnahmen aus der Froschperspektive machen möchte, oder wenn man einen geeigneten Stellplatz findet wie z. B. eine Mauer, ein Stromkasten, eine Bank etc.
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