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reinigen4_web.jpgWer meint die integrierte Sensorreinigung einer DSLR-Kamera, sorgt für einen immer sauberen Sensor, liegt leider falsch. Im Laufe der Zeit wird es auch bei Kameras mit dieser Technik nötig, den Sensor händisch zu reinigen. Ein paar Tipps dazu geben wir Ihnen im Folgenden.

Diverse Methoden der Hersteller sollen dafür Sorgen, den Sensor einer DSLR-Kamera sauber zu halten. Ohne auf die unterschiedlichen Techniken tiefgründiger einzugehen, gibt es hier zwei grundlegende Maßnahmen. Die Hersteller Versehen den Sensor mit einer Beschichtung, welche Staubpartikel abweist und/oder “schütteln” den Bildsensor hin und her, damit Staub abfällt. Zur Wirksamkeit dieser Mechanismen kursieren im Internet zahlreiche Artikel und zum Teil auch abstruse Abhandlungen.

Wer diese Techniken mit gesundem Menschenverstand betrachtet, wird zu dem Schluss kommen, dass diese Maßnahmen zwar gut gemeint sind, aber nicht dazu führen können, den Sensor auf Dauer sauber zu halten. Diese Maßnahmen können eine händische Reinigung nur herauszögern. Abhängig von der Kameranutzung, wird eine Reinigung von Hand, so oder so fällig.

Test

Ob der Sensor verunreinigt ist, lässt sich wie folgt feststellen. Stellen Sie für ein Testfoto die Kamera auf einen Tisch, wählen Sie eine kleine Blende etwa f22 oder darüber und fotografieren Sie aus einiger Entfernung ein weißes Blatt Papier o.ä., welches z. B. durch eine Halogenlampe aufgehellt wird.

Verunreinigungen auf dem Sensor machen sich auf Fotos als sogenannte Sensorflecken bemerkbar, welche besonders in hellen Bildbereichen sichtbar werden z. B. im Bereich des Himmels auf einem Foto oder eben auf einem weißen Blatt Papier. Nehmen diese Flecken überhand, muss der Sensor gereinigt werden.

Mysterium Sensorreinigung

Um den Sensor zu reinigen, muss das Objektiv abgenommen und der Spiegel umgeklappt werden. Für die Sensorreinigung steht in der Regel im Menü der Kamera eine Option zur Verfügung. Schauen Sie dazu in Ihr Handbuch und beachten Sie unbedingt die Anweisungen zur Kamerareinigung.

Leichte Verunreinigungen entfernen Sie mit einem Blasebalg. Dieser muss ausreichend groß sein. Blasebalg-Pinsel-Kombinationen, wie sie im Fotohandel angeboten werden, sind ungeeignet. Verwenden Sie auch keine Druckluftsprays. Halten Sie die Kamera nach unten und Blasen Sie ein paar Mal aus einiger Entfernung in die Kamera hinein. Nach dieser Aktion sollten Sie erneut ein Testfoto machen, denn in vielen Fällen haben Sie bereits so einen Großteil der Ablagerungen vom Sensor entfernt.

Tipp: Als Präventivmaßnahme sollten Sie einen Blasebalg immer in der Fototasche haben und gelegentlich beim Objektivwechsel die Kamera mit zurückgeklappten Spiegel auszublasen. Je häufiger Sie das machen, desto seltener ist eine “Feuchtreinigung” nötig. Auch dies gilt nicht nur für Kameras ohne integrierte Sensorreinigung, sondern auch für solche mit einem “Rüttelsensor”.

Ist der Sensor einmal so verunreinigt, dass das Ausblasen nicht mehr zum Erfolg führt, hilft nur eine Reinigung mit einer Flüssigkeit. Hier kursieren die unterschiedlichsten Tipps. Vom mit einer Reinigungsflüssigkeit getränkten Wattestäbchen, einem einfachen Brillenputztuch bis hin zum Einschmieren des Sensors mit einer bestimmten Flüssigkeit, welche hart geworden wieder entfernt werden kann ist so einiges dabei. Wir empfehlen Ihnen eine spezielle Reinigungsflüssigkeit zu verwenden, um beste Ergebnisse zu erzielen und den Sensor nicht zu beschädigen.

Zu diesem Thema sind bereits einige Beiträge bei Digiklix.de erschienen:

Grundlagen: Kamera- und Sensorreinigung

Test: Sauberer Sensor - Green Clean Sensor Cleaning System

Test: Reinigungsset für Kamera-Sensoren

(Einstiegsbild: Pentax, beispielhafte Abbildung eines Sensorreinigungssystems)


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