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locr.jpgWenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen - oder auch nicht… Denn gerade auf einer Reise ist die Digitalkamera im Dauereinsatz und nach Hause zurückgekehrt ist der Bilderwust kaum noch zu überblicken. Mit der Photo-Sharing Site locr soll man nicht nur den Durchblick behalten, sondern zusätzlich auch einen cleveren Reiseführer bekommen.

Reisende brauchen zuerst natürlich einen locr-Account, den es gratis unter www.locr.com gibt. locr ist eine Photo-Sharing Site mit Nebenwirkungen: Zu jedem Foto werden Geodaten gespeichert, so dass der Fotograf nicht nur den Ort der Aufnahme feststellen, sondern auch zusätzliche Informationen aus unterschiedlichen anderen Quellen abrufen kann.

Ermöglicht wird dies durch hochwertige Digitalfotos ebenso wie weltweit verfügbare digitale Landkarten. Und locr will zusammenbringen, was zusammen gehört. Die Plattform trägt dem aktuellen Trend der raschen Verbreitung von GPS-Empfängern Rechnung und verknüpft Fotos und Orte auf spielerische, aber dennoch raffinierte Art miteinander. Georeferenzierung nennt es der Fachmann, Geotagging heißt es im Internet.

Vor einer Reise können sich Anwender über die Stichwortsuche oder die Zoomfunktion der integrierten Landkarte von locr mit dem Urlaubsgebiet vertraut machen. Anhand von Bildern, die andere locr-User bereits hinterlegt haben, kann überprüft werden, ob der Strand wirklich so schön, das Gras tatsächlich so grün und die Straßencafès romantisch sind. Durch die Verknüpfung der Ortsdaten mit anderen Quellen - wie beispielsweise Wikipedia - erhalten Nutzer außerdem weitere Informationen, z. B. über die Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen oder Autovermietungen in der Nähe.

GPS-Daten

Während der Reise machen Urlauber selbst viele tolle Aufnahmen. Am besten mit einer Kamera mit eingebauten GPS. Aber auch sogenannte GPS-Datenlogger sind unterwegs ganz praktisch, um Positionsdaten zu sammeln. Falls beides nicht zur Verfügung steht, kann man dies später bei locr interaktiv per Mausklick nachholen.

Nach der Reise machen sich User ganz entspannt an die Auswertung der Fotoausbeute. Über den Account bei locr lädt man die Bilder in das eigene virtuelle Fotoalbum und kombiniert diese mit Geodaten, also der weltweit eindeutigen Position aus Breitengrad und Längengrad: Lage des Hotels, Ausflug in die Stadt, der Geheimtipp mit den günstigen Angeboten und die Safari “3 Tage durch die Wildnis” sind nicht nur zeitlich, sondern auch geografisch eindeutig zugeordnet.

Anschließend werden die einzelnen Aufnahmen sowohl als Stecknadeln in der Landkarte direkt auf der Homepage als auch in einer Bildübersicht angezeigt. Dabei zeigt locr immer nur die Bilder an, die örtlich auch im gezeigten Kartenausschnitt liegen. Wer den Urlaub im virtuellen Rundflug erleben möchte, klickt auf das Google-Earth-Logo auf der locr-Bildanzeige und die Bilder werden auch im Desktopprogramm Google Earth angezeigt.

Apropos: Auch wenn die Idee und Nutzung von locr voraussetzt, dass eingestellte Bilder öffentlich zugänglich sein müssen, muss man nicht allzu freigiebig sein. Man kann locr nutzen und dabei verschiedene virtuelle Fotoalben einrichten: “private” ganz für sich allein, “Freunde” für einen beschränken Nutzerkreis oder “öffentlich” - lediglich letzteres ist für jedermann sichtbar.


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