Ein Superzoom in einem superschlanken Kamerabody von gerade mal 21 mm Tiefe: Das ist laut Samsung Weltrekord. Die neue Samsung L77 soll die derzeit schmalste 7-Megapixel-Kamera mit einem 7-fach optischen innen liegenden Zoom sein.
Vom gemäßigten Weitwinkel (38 mm) bis zum Tele (266 mm) reicht das neu entwickelte Zoom, das bei Nichtbenutzung komplett im Kameragehäuse verschwindet. Das neue Topmodell aus der Samsung Slim-Serie soll nicht einmal in der Hemdtasche auftragen und soll dabei das optische Potenzial einer mittleren Spiegelreflex-Ausrüstung bieten. Mit ihren kompakten Maßen (94 x 57 x 21 mm) findet sie auch im kleinsten Handgepäck Platz.
Der 1/2,5“-CCD-Sensor der Neuheit bietet eine effektive Auflösung von 7,1 Megapixel und Bildgrößen von bis zu 3072 x 2304 Pixel. Alternativ zum klassischen 4:3-Bildseitenverhältnis kann der Benutzer auf das immer beliebter werdende 16:9-Format mit 3072 x 1728 Bildpunkten umschalten, das vor allem der Betrachtung auf modernen Flatscreen-Fernsehern entgegenkommt. Die hohe Auflösung genügt auch für überformatige Bildpräsentationen und lässt dem Fotografen viel Spielraum für spätere Ausschnittvergrößerungen.
Innen liegendes Superzoom auf kleinstem Raum
Bei der Entwicklung des NV-Zooms für die L77 standen die Samsung-Ingenieure vor großen technischen Herausforderungen. Zum einen galt es, diesen riesigen Brennweitenbereich in ein derart zierliches Kameragehäuse zu integrieren. Zum anderen wachsen mit steigender Sensorauflösung die Anforderungen an das optische System. Moderne Bildsensoren stellen an die Auflösung und die Abbildungseigenschaften eines Objektivs hohe Ansprüche, und nur das perfekte Zusammenspiel von Optik und CCD garantiert Bestleistungen bei der Bildqualität. Eine hohe Pixelzahl alleine hingegen sagt wenig über die Leistung einer digitalen Kamera aus. Samsung hat diese Tatsache schon früh erkannt und deshalb die neuen Hochleistungszooms der NV-Linie entwickelt. Sie zeichnen sich durch eine spezielle SMCC-Mehrschichtenvergütung (Samsung Mega Concentrated Coating) zur Verhinderung von Reflexen und für beste Kontraste aus. Außerdem kommen asphärische Linsenelemente zur weiteren Steigerung der Abbildungsleistung zum Einsatz.
Trotz seines 7-fach optischen Brennweitenbereichs weist das Zoom der L77 eine hohe Lichtstärke von 1:3,5 im Weitwinkel und 1:5,4 im Telebereich auf. Damit kann auch bei schlechten Lichtverhältnissen und ohne Einsatz von Blitzlicht komfortabel gearbeitet werden. Wem das üppige Tele-Angebot nicht reicht, dem offeriert die neue Samsung zudem ein digitales Fünffachzoom. Dank der hohen Sensorauflösung, soll der Telebereich weitgehend verlustfrei, auf über 1300 mm ausgedehnt werden können.
So viel Tele erfordert natürlich ein intelligentes Stabilitätsprogramm gegen unerwünschte Verwacklungen. Auch hier präsentiert Samsung eine Neuheit: EPS (Electronic Picture Stabilization). EPS sorgt auf elektronischem Weg für eine Reduzierung von Verwacklungsunschärfe und beseitigt damit eines der großen Probleme moderner Digitalkameras mit großem Zoombereich. Die Funktionsweise: In die Kamera eingebaute Gyro-Sensoren analysieren Ausmaß und Richtung der Verwacklungen und liefern diese Daten an den Kameraprozessor. Der sorgt auf mathematischem Weg für die Rekonstruktion der ursprünglichen Schärfe-Information und rechnet diese in das Bild ein. Ergebnis: scharfe Fotos trotz langer Belichtungszeiten aus freier Hand. Der komplette EPS-Prozess benötigt bei einer Aufnahme in voller Auflösung nur knapp 3 Sekunden.
Die Samsung L77 im schwarzen Metallgehäuse kommt im April 2007 in den Handel und wird 349 Euro kosten.




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