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Die Spotmessung

Die Spotmessung ist die flexibelste Messart und viele Profis schwören auf sie. Bei der Spotmessung wird nur ein kleiner Bereich des Bildfeldes gemessen und zur Belichtungsermittlung herangezogen. Im Zusammenhang mit der Spotmessung trifft man auch noch auf den Begriff Selektivmessung. Beide Messarten unterscheiden sich nur in der Größe des gemessenen Bildbereiches. Bei der Spotmessung beträgt der Messwinkel etwa 2-5% des Bildfeldes, bei der Selektivmessung ist der Messwinkel größer und liegt etwa bei 8-10% des Bildfeldes. Bei einigen Kameras, in der Regel aus der gehobenen Preisklasse, lässt sich die Messfeldgröße auch im Kamera-Menü einstellen. Ein Markierung in der Mitte des Suchers (Spot-Messfeld) hilft dem Fotografen sein Ziel punktuell anzuvisieren. Eine Spot- oder Selektivbelichtungsmessung findet sich mittlerweile nicht mehr nur in DSLR oder Bridgekameras, auch viele Kompaktkameras sind mittlerweile mit dieser sinnvollen Messtechnik ausgestattet.

Warum ist diese Messart so interessant?

In sehr vielen Motiven ist ein Motivbereich zu finden, der dem „Normmotiv“ entspricht, also ein mittlerer Helligkeitswert. Trifft man mit der Spotmessung diesen Punkt, wird das Foto in der Regel optimal belichtet. Das Problem, diesen mittleren Helligkeitswert zu erkennen ist gar nicht so einfach. Liegt man falsch und misst einen zu hellen oder zu dunklen Punkt an, ist die Folge wiederum eine Fehlbelichtung. Der Umgang mit der Spotmessung erfordert etwas Übung und es macht Sinn mit dieser Belichtungsmethode zu experimentieren. Wählen Sie ein Motiv aus und messen unterschiedliche Bildpunkte an, machen Sie sich Notizen zu den angemessenen Bildstellen und begutachten Sie Ihre Fotos später am PC. So können Sie Erfahrung sammeln und die Spotbelichtungsmessung sinnvoll einsetzen. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie bei der Spotbelichtung in der Regel so vorgehen müssen, wie bereits bei der mittenbetonten Integralmessung beschrieben. Der gewünschte Punkt muss angemessen werden und dann bringen Sie bei halb gedrückten Auslöser oder nach dem Speichern des Messwert, die Kamera in Aufnahmeposition.

Fazit

Die Belichtung ist einer der wichtigsten „Grundpfeiler“ in der Fotografie, nichts ist wichtiger als das Licht „im Griff“ zu haben. Bietet Ihre Kamera mehrere Messmethoden zur Belichtungsmessung an, machen Sie sich damit vertraut und vertrauen Sie nicht immer der „Vollautomatik“. Insbesondere eine Spot- bzw. Selektivmessung sollte nicht ungenutzt bleiben. Freunden Sie sich einmal mit dieser flexiblen Messmethode an, werden Sie nicht mehr darauf verzichten wollen. (Gordon Hölsken/www.digiklix.de)


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