Wir haben uns das Pantone/GretagMacbeth Colorimeter mit Namen Huey in der Praxis angesehen und getestet. Ein TFT-Monitor, ein Display am Notebook und ein CRT-Monitor wurden im Test optimiert, um hersuzufinden ob diese “Kalibrierungslösung” hält was sie verspricht.
Nach der Bearbeitung am Monitor sehen Ihre Fotos Top aus, doch beim Ausdruck weichen die Farben von der Monitoranzeige ab. Oder Sie stellen Fotos in Internet-Communitys aus und mehrere Mitglieder bemängeln einen Farbstich in Ihren Fotos den Sie aber selber gar nicht sehen. Haben Sie solche Probleme? Dann wird es Zeit für ein Colorimeter.
“Huey” in Action
Die Firma Pantone/GretagMacbeth bietet eine Kalibrierungslösung namens “Huey” an. Beim „Huey“ handelt es sich um ein kleines etwa 10cm langes und 1cm breites Gerät, welches zur Monitorkalibrierung mittels kleiner Saugnäpfe auf der Rückseite des Gerätes am TFT- oder Röhrenmonitor befestigt wird. Via USB-Kabel wird es mit dem Computer verbunden. Bevor man dies tut, sollte der Monitor mit den beiliegenden Reinigungstüchern gesäubert werden und mindestens eine halbe Stunde angeschaltet sein. Vor dem ersten Anschluss des Gerätes muss zunächst die beiliegende Software installiert werden.
Profilierung
Nach der Installation schließt man den “Huey” an einen freien USB-Steckplatz an und befestigt ihn etwa in der Monitormitte. Der genaue Platz wird von der Software vorgegeben. Man startet die Software, welche dann die Kalibrierung eigenständig durchführt. Der Vorgang dauert nur ein paar Minuten. Nachdem “Huey” die Kalibrierung durchgeführt hat kann der Anwender noch aus vorgegebenen Profilen auswählen, wie der Monitor eingestellt werden soll. Für den Fotografen kommt hier die Option „Bildbearbeitung“ in Frage. Nach abgeschlossener Kalibrierung schreibt die “Huey”-Software ein ICC-Profil auf die Festplatte, auf das zukünftig nach dem Systemstart zurückgegriffen wird.
Im Anschluss daran entfernt man den “Huey” und platziert ihn in einem kleinen Ständer neben dem Monitor. Das Gerät kann nämlich angeschlossen bleiben und überwacht in vorgegebenen Zeitabständen das Umgebungslicht und passt den Monitor den Lichtverhältnissen an.
Was hat sich getan?
In der Regel fällt Ihnen nach der Kalibrierung weniger ein Unterschied an der Farbwiedergabe auf, sondern eher eine angepasste Helligkeitseinstellung. Entweder ist Ihr Monitorbild nun heller oder dunkler, denn diese Parameter ermittelt der “Huey” ebenfalls und passt sie an. Die eigentlichen Farbkorrektur bemerken Sie, je nach vorheriger Einstellung des Monitors, mehr oder weniger Stark. Diese kommen aber deutlicher beim Drucken oder Ausbelichten der Fotos zum Tragen.
Fazit: Der Pantone “Huey” ist einfach zu bedienen, die Kalibrierung erfolgt quasi vollautomatisch. Zudem überwacht das Gerät das Raumlicht und passt die Monitoranzeige ggf. an. Eine Option die sicher nur bei wirklich starken Schwankungen des Umgebungslichtes Sinn macht. Leicht negativ fällt die etwas filigrane Ausführung des Gerätes auf. Zum einen sind die kleinen Saugnäpfe auf der Rückseite eine Schwachstelle. Sie könnten verschmutzen oder im Laufe der Zeit hart werden und zum anderen ist das Kabel am Gerät sehr dünn ausgeführt.
Auch der Ständer für das Gerät macht keinen soliden Eindruck. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass das Gerät in der Praxis normalerweise keinen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Auffällig beim Test war, das Pantone “Huey” den Monitor bzw. die Monitore, wir verwendetet ein TFT- und ein Röhrengerät, auffällig hell einstellte. Im Vergleich mit einem anderen Colorimeter und Erfahrungswerten, sogar ein ganzes Stück zu hell.
Dies resultierte aus der Umgebungslichtmessung. Schirmt man das Gerät vor der Messung von den Lichtquellen ab –seitlich und oben- fällt die Einstellung nach der Kalibrierung exakter aus. Diese Vorgehensweise ist bei anderen Colorimetern auch üblich, in der Anleitung des „Huey” wird darauf allerdings nicht hingewiesen. Wer seinen Monitor auf die Schnelle einigermaßen farbecht einstellen möchte – 100% sicher arbeiten alle Systeme in dieser Preisklasse nicht- ist mit dem Pantone “Huey” gut bedient. Im Vergleich mit anderen Lösungen auf dem Markt fällt der Preis des Pantone “Huey” (etwa 100,- Euro) allerdings zu hoch aus. (Gordon Hölsken/www.digiklix.de)
Meinung:
Der “Huey” ist einfach zu handhaben und man kann auf die Schnelle TFT- und CRT-Monitore relativ neutral kalibrieren. Interessant ist der “Huey” auch für unterwegs, wenn man sein Notebook einigermaßen „farbecht“ trimmen möchte. Der Preis für das kleine, filigrane Colorimeter fällt allerdings zu hoch aus. Für etwa 50,- Euro wäre es eine echte Empfehlung, bei einem aktuellen Preis von etwa 100,- Euro gibt es allerdings bessere Alternativen.
Empfehlung: Pantone huey bei Amazon




März 16th, 2007 at 6:59 pm
[...] für den kommt auch die Spyder Express-Version für etwa 85 Euro oder alternativ der Pantone “Huey” in Frage, welchen wir ebenfalls kürzlich getestet haben. (gh/www.digiklix.de) 14d5 gh [...]